Rezension: Echo Boy

 

 

Echo Boy

Matt Haig

dtv Verlag

erschienen 12/2016

ca. 400 Seiten

Bildquelle: Amazon

 

 

 

Audrey lebt in einer zukünftigen Welt, in der der Mond besiedelt ist und in Zoos Säbelzahntieger, mammuts und Neandertaler wieder zum Leben erweckt werden. In allen Belangen werden die Menschen durch Roboter und Echos, menschenähnlichen künstlichen Bio-Robotern, unterstützt. Als Audreys Eltern auf brutale Weise von einem Echo umgebracht werden, bricht ein Mediensturm über Audrey aus, denn dies ist ein Präzedenzfall. Ihr Onkel, Chef einer der führenden Technologiefirmen, möchte den Unglücksfall ausschlachten und die Konkurrzenz diffamieren. Ausgerechnet ein Echo-Prototyp im Haus ihres Onkels scheint Audrey beschützen zu wollen. Aber wer ist dieser Daniel, in dessen Augen ungekannte Emotionen leuchten und wieso empfindet er so viel mehr als alle anderen Echos? Audrey wird in ein gefährliches Spiel gezogen…

Ich habe mich so auf diese Geschichte gefreut, versprach sie doch Spannung, Action und Gefühl in einer futuristischen Welt. Audreys Trauer und Bestürzung nach dem Tod ihrer Eltern fand ich auch noch sehr anschaulich und realistisch beschrieben. Auch die Echos und Auferstehungszonen – und die Brutalität und Gedankenlosigkeit der Menschheit. An den gefühllosen Echos wird fast immer zügellose Gewalt ausgeübt, einfach, weil man es kann und keine Konsequenzen zu befürchten sind.

Was mich überhaupt nicht überzeugen konnte, war die Liebesgeschichte und die allgemeine Handlung des Romans. Die Gefühle sind plötzlich aus dem Nichts da und vieles erscheint absolut unlogisch. Teilweise musste ich mich echt überwinden, das Buch nicht zur Seite zu legen, weil ich es so blöd fand. Was wirklch schade ist, denn der Schreibstil ist tadellos und es werden viele existenzielle und wichtige Fragen aufgeworfen.

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