Gastrezensionen Juli

 

 

 

 

 

Die kleine Bäckerei am Strandweg von Jenny Colgan

Seitenanzahl: 496

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Passt nicht zum Monatsthema.

 

 

 

Reszension:

Pollys gemeinsame Firma mit ihrem (Ex-)Freund ist insolvent gegangen, die Beziehung der Beiden läuft äußerst mies und die gemeinsame Wohnung soll auch verkauft werden. Damit ist Polly arbeits- und wohnungslos und ihre Zukunft sieht nicht besonders rosig aus. Zudem stellt sie fest, dass alle Mieten im Umkreis nahezu unerschwinglich für sie sind. Durch Zufall landet sie auf der kleinen Gezeiteninsel in Cornwall. Sie mietet eine heruntergekommene Wohnung über einem ehemaligen Lokal und zieht kurzerhand um. Einen Job hat sie zwar immer noch nicht, doch sie möchte erst einmal zur Ruhe kommen.

Doch ihre Vermieterin macht ihr das Leben nicht leicht und das einzige Brot, dass es auf der Insel zu kaufen gibt, ist einfach ungenießbar, sodass Polly, die eine passionierte Bäckerin ist, sich ihr Brot einfach selber backt. Schnell hat sie die Inselbewohner für ihr Brot begeistert und so reift eine Geschäftsidee heran: eine eigene Bäckerei!

Die Charaktere sind sehr liebevoll beschrieben und man fühlt sich gleich wohl in dem Buch. Natürlich handelt es sich dabei nicht um hohe Literatur, doch um eine unterhaltsame Urlaubslektüre. Manches ist nicht ganz glaubhaft dargestellt, z. B. kann ich mir nicht vorstellen, dass ein gefundener Papageientaucher sofort zahm ist und sich beinahe wie ein Hund verhält. Dennoch ist man gleich verzaubert von dem niedlichen Inselcharme. Liebe und Leid kommen auch nicht zu kurz, dafür sorgen die zwei Freunde von Polly schon. Am Ende geschieht noch ein großes Unglück, dass die Inselbewohner, zu denen Polly dann auch schon dazugehört, noch enger zusammen schweißt.

Zudem bekommt man während des Lesens die ganze Zeit Hunger, da immer das leckere, selbstgebackene Brot von Polly beschrieben wird. 😉 Am Ende des Buches sind noch einige Rezepte aufgelistet, eines haben wir gleich nachgebacken, es schmeckt wirklich gut!

Das Buch ist wirklich eine zauberhafte Sommerlektüre und ich kann es wärmstens weiterempfehlen!

5 von 5 Sternen

 

 

 

 

Jane Austens Geheimnis von Charlie Lovett

Seitenanzahl: 416

Es passt zum Monatsthema, weil: Ein Geheimnis um die berühmte Autorin Jane Austens geklärt werden muss.

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Reszension:

Sophie Collingwood ist eine Büchernärrin. Die Liebe zu Büchern hat sie von ihrem geliebten Onkel Bertram. Als dieser plötzlich stirbt, erbt sie seine Wohnung inklusive der vielen Bücher. Doch dann der Schock: ihr Vater hat alle Bücher verkauft um die Beerdigungskosten bezahlen zu können. Zudem kommen sie Sophie Zweifel an Onkel Bertrams Tod: Ist er wirklich die Treppe heruntergestürzt oder wurde er gestoßen?

Sie fängt an in einem Antiquariat zu arbeiten und die Privatsammlung ihres Onkel wieder aufzubauen. Dann erhält sie an einem Tag von gleich zwei Kunden den selben Auftrag: Sie soll das Buch „Ein kleines Buch allegorischer Geschichten“ auftreiben. Der einen Auftraggeber droht ihr sogar, sollte sie das Buch nicht für ihn auftreiben.

Sophie entdeckt, dass das Büchlein den Schlüssel zu einem Geheimnis zu Janes Austens Meisterwerk „Stolz und Vorurteil“ enthält. Hängt der Mord an ihrem Onkel etwa damit zusammen?

Gleichzeitig verdrehen ihr zwei Männer den Kopf, doch meinen sie es wirklich ernst mit ihr?

Eine Reise quer durch Bibliotheken und Originalschauplätze beginnt, doch sie ist nicht ungefährlich.

Die Handlung wird aus zwei Sichtweisen erzählt: Einmal aus der aktuellen Zeit von Sophie und einmal viele Jahre früher aus Janes Sicht, die eine Seelenverwandtschaft zu einem Pfarrer aufbaut. Je näher Sophie dem Geheimnis von Jane Austen kommt, desto mehr erfährt man aus Janes Sicht, was sich damals wirklich abgespielt hat.

Das Buch ist ein wenig langatmig geschrieben und zieht sich zwischendurch ziemlich. Ansonsten ist es interessant den Werdegang von Jane Austen miterleben zu können. Dennoch baut sich eine wirkliche Spannung erst ganz am Ende auf. Insgesamt habe ich mir von dem Buch wirklich mehr versprochen, die Beschreibung hörte sich ja sehr interessant an. Fans von Jane Austen wird es dennoch gefallen.

3 von 5 Sternen

 

 

 

 

 

84, Charing Cross Road: Eine Freundschaft in Briefen von Helene Hanff

Seitenanzahl: 160

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Es passt zum Monatsthema, weil: Es von zwei engen Brieffreunden berichtet, die eines Verbindet: Ihre Liebe zu Büchern.

 

Reszension:

Das Buch spielt anfangs zu Beginn des Zweiten Weltkriegs und deckt dann einige Jahrzehnte ab. Die New Yorkerin Helene ist auf der Suche nach guten antiken Büchern und wendet sich schriftlich an den Mitarbeiter eines Antiquariats in London. Das Buch ist in Briefform geschrieben, es handelt sich um eine reale Begebenheit der Autorin Helene Hanff.

Anfangs sind die Briefe sehr förmlich und nur auf das Geschäftlich, d. h. den Bucherwerb bezogen. Nach und nach duzen sich die Beiden und beginnen Privates auszutauschen. Dies ist der Beginn einer jahrzehntelangen Brieffreundschaft. Das Buch gewährt einen guten Einblick in das damalige, vom Kriegsgeschehen geprägte, Leben der Bevölkerung. So lässt Helene von einer dänischen Firma Care-Pakete zu ihren Freunden vom Antiquariat schicken, da deren Nahrungsmittel stark rationiert worden sind. Überweisungen, so wie wir sie heute als ganz selbstverständlich erachten, gab es damals auch noch nicht. Helene hatte anfangs das Geld einfach mit in den Briefumschlag gelegt.

Ich musste mich erst an den damaligen Sprachstil gewöhnen, da er auf mich doch sehr antiquiert und gestelzt wirkt. Da macht sich dann wohl mein junges Alter bemerkbar. 😉

Immer wieder ist in den Briefen davon die Rede, dass Helene ihre liebgewonnenen Freunde in England besuchen möchte. Doch wie das Leben so spielt, kommt ihr immer etwas dazwischen. Am Ende sind fast 30 Jahre vergangen und ihr Freund vom Antiquariat stirbt, ohne dass sie sich jemals begegnet sind.

Das kleine Büchlein ist eine liebevolle Hommage an die Liebe zu Büchern und beweist eindrucksvoll, wie nach sich Menschen durch eine Brieffreundschaft kommen können.

4 von 5 Sternen

 

 

 

 

Das kleine Inselhotel von Sandra Lüpkes

Seitenanzahl: 320

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Passt nicht zum Monatsthema.

 

 

 

Reszension:

Band 1 einer Reihe.

Bis vor kurzem war Annike noch eine erfolgreiche TV-Moderatorin. Doch ein unverschuldeter Skandal hat sie ihren Job gekostet, zudem hat ihr Chef und jahrelanger Geliebter sie einfach fallengelassen. Annike möchte nur noch weg und untertauchen. Kurzerhand zieht sie auf eine kleine Insel in der Nordsee. Das ehemalige Leuchtturmhäuschen scheint für diesen Zweck genau das richtige zu sein.

Annike hat die vage Idee, darin ein kleines Inselhotel einzurichten. Ganz allein macht sie sich an die Arbeit, das renovierungsbedürftige Häuschen instand zu setzen. Ein bissiger Hase, ein neidischer Hotelier und die auferlegte Organisation des großen Inselfestes machen ihr das Leben nicht leichter. Doch langsam wird die Inselbevölkerung mit ihr warm und sie gewinnt neue Freunde. Der erste Hotelgast scheint ein merkwürdiger Kauz zu sein und spioniert anderen Menschen nach und dann meldet sich auch noch das Finanzamt bei ihr. Gerade als Annike denkt, dass sie ihr altes Leben endgültig hinter sich gelassen hat, fällt die Vergangenheit mit aller Macht vor die Füße…

Das Buch ist eine vergnügliche und unterhaltsame Sommerlektüre. Ein wenig erinnert es an „Die kleine Bäckerei am Strandweg“- nur in norddeutsch. 😉

Die Charaktere sind liebevoll beschrieben und mit Leben gefüllt. Es steht nicht nur Annikes Geschichte, sondern auch viele kleine Nebenhandlungen der übrigen Protagonisten im Rampenlicht. Der Schreibstil ist sehr angenehm, man hat das Buch ruckzuck durchgelesen. Die perfekte Urlaubslektüre für einen Tag am Strand!

4 von 5 Sternen

 

 

 

 

Ein Buchladen zum Verlieben von Katarina Bivald

Seitenanzahl: 448

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Es passt zum Monatsthema, weil: Die Buchliebhaberin Sara in dem kleinen Kaff Broken Wheel einen Buchladen eröffnet und den Einwohnern das Lesen nahe bringt.

 

 

Reszension:

Die 65-jährige Amy aus Iowa und die 28-jährige Sara aus Schweden führen eine Brieffreundschaft. Sie verbindet vor allem eines: Ihre Liebe zu Büchern. Als Amy Sara zu sich einlädt, nimmt Sara das Angebot gerne an, auch, weil sie vor kurzem erst ihren Job in einer Buchhandlung verloren hat.

Doch als Sara in Amys Heimatort Broken Wheel ankommt muss sie feststellen, dass Amy tot ist. Sara bleibt dennoch erst einmal dort – und eröffnet mit Amys großer Buchsammlung kurzerhand einen Buchladen. Mit ihren Buchempfehlungen stellt sie das ganze eingefahrene Kaff auf den Kopf. Doch langsam entdecken die Einwohner ihre Liebe zu Büchern und schließen Sara ins Herz. Doch Saras Visum läuft in drei Monaten ab…

Die Handlung spielt abwechselnd in der Gegenwart und beleuchtet dann wieder den früheren Briefwechsel zwischen Amy und Sara. Dadurch kann man gut den Vergleich zwischen der früheren, eher verschlossenen Sara und ihrem neuen, offeneren Ich schließen. Das Buch ist sehr charmant geschrieben, wobei natürlich viele Klischees über kleine, amerikanische Siedlungen bedient werden. Es gibt auch typische Charaktere: Die prüde, bibeltreue ältere Dame, die durch „verruchte“ Bücher um das Seelenheil der Einwohner fürchten muss, den nicht sehr schlauen, aber freundlichen Typen, der immer mit anpackt und ein schweigsamer, gutaussehender junger Mann, der Saras Herz erobert.

Insgesamt wird gut dargestellt, dass sich durch Bücher ganz neue Welten für einen Menschen erschließen lassen und manche Menschen garnicht so eingefahren sind, wie sie manchmal denken.

4 von 5 Sternen

 

 

 

 

Die Bibliothekare: Die unsichtbare Bibliothek von Genevieve Cogman

Seitenanzahl: 432

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Es passt zum Monatsthema, weil: Es von der geheimen und magischen Welt rund um die unsichtbare Bibliothek handelt.

 

 

Reszension:

Die geheime Bibliothek ist ein magischer und geheimnisvoller Ort. Sie ist das Tor zu vielen ebenfalls magischen Welten. Die Bibliothekare haben die Aufgabe in diesen magischen und nicht immer ungefährlichen Welten Bücher für die Bibliothek zu beschaffen. Auch Ireene ist eine Bibliothekarin.

Für ihren neuen Auftrag bekommt sie einen Anfänger zugewiesen. Ireene ist davon nicht sehr angetan. Im viktorianischen London soll sie eine bestimmte Version des Grimm´schen Märchen aufspüren. Doch dort angekommen müssen sie bald feststellen, dass es jemand auf sie und das abgesehen hat. Und dieser jemand schreckt auch nicht vor Mord zurück.

Mit diesem Buch habe ich mich schwer getan. Die ganze Story war irgendwie verworren und unübersichtlich, den Schreibstil fand ich nicht so angenehm zu lesen und habe mich über Tage durch das Buch gequält. Wirklich nahe kamen mir die Protagonisten auch nicht, geschweige denn, dass ich als Leser eine Beziehung zu ihnen aufgebaut habe. Es wurde oft geschrieben, dass eine magische Welt im Chaos versinkt, wenn die Ordnung nicht eingehalten wird. Das Gleiche kann auch über das Buch gesagt werden, da die gesamte Handlung einfach nur chaotische wirkt. Die nächsten Bänder der Reihe werde ich mir nicht mehr antun. Schade, der Klappentext hat leider nicht das gehalten, was er versprochen hat.

3 von 5 Sternen

 

 

 

 

Warum unsere Kinder Tyrannen werden: Oder: Die Abschaffung der Kindheit von Michael Winterhoff

Seitenanzahl: 224

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Passt nicht zum Monatsthema.

 

 

 

Reszension:

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Sachbuch, indem der Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff über die Gründe der zunehmenden Menge an nicht gesellschaftsfähigen jungen Erwachsenen spricht.

Der Autor erklärt, wie sich die Nervenzellen und andere Verbindungen während der Kindheit entwickeln und weshalb manche Lebensschritte und Grenzen äußerst wichtig für eine gesunde Entwicklung des Kindes sind. Er weist deutlich darauf hin, dass Kinder klare Regeln und Grenzen brauchen, um sich zu einem sozialen und mitfühlendem Menschen zu entwickeln. Denn viele Eltern machen den Fehler, davon auszugehen, dass ihr Kind bereits mit einer fertig ausgebildeten Persönlichkeit zur Welt kommt. Dabei muss das Kind erst lernen mitfühlend zu werden und andere als Menschen mit eigenen Gefühlen wahrzunehmen. Wird dies dem Kind nicht vermittelt, reift es später zu einem Erwachsenen heran, der kognitiv einfach nicht in der Lage ist, andere Personen als eigene Menschen mit Gefühlen zu erkennen. Das Gehirn hat diesen wichtigen Schritt niemals richtig entwickeln können. Dies ist ein Versagen der Eltern in der Erziehung.

Zwischendurch gibt es immer wieder Fallbeispiele aus der Praxis. Bei jedem Beispiel konnte ich nur den Kopf schütteln und dachte mir insgeheim, dass ich doch gar keine so schlechte Mutter wäre. Die Kinder und Jugendlichen, die geschildert wurden, waren alle so grässlich, dass ich die Krise bekommen würde, falls es meine wären. Als Abschreckung hat dies zumindest gut funktioniert.

Dieses Buch ist nicht nur für (angehende) Eltern lesenswert!

4 von 5 Sternen

 

 

 

 

17-das erste Buch der Erinnerung von Rose Snow

Seitenanzahl: 278

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Passt nicht zum Monatsthema.

 

 

 

Reszension:

Die 17-jährige Jo zieht mit ihrem Vater seit frühester Kindheit andauernd um. Ihre Mutter ist schon früh bei einem Autounfall verstorben. Gerade hat sich Jo in Österreich gut eingelebt und zwei gute Freundinne gefunden, als ihr Vater sie schon wieder aus ihrer Umgebung rausreisst und mit ihr nach Hamburg zieht.

In der Schule lernt Jo den mysteriösen Einzelgänger Adrian kennen, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt, obwohl er sie nicht nett behandelt. Anders als Louis, der ebenfalls erst kurz vorher zugezogen ist und Jo mit lustigen Sprüchen aufmuntert. Jo schließt Freundschafft mit der flippigen Conny, die ständig Karotten futtert.

Das Verhältnis zu ihrem Vater ist seit dem erzwungenen Umzug nicht das Beste, als ihr Vater mit einer weiteren Überraschung ins Haus fällt: Er hat eine neue Freundin in Hamburg und sie zieht kurzerhand mit ihrem Sohn bei ihnen ein. Unglücklicherweise entpuppt es sich bei ihrem Sohn um den Angeber Finn aus Jos Klasse. Doch als wäre all das nicht schon genug, bemerkt Jo, dass sie eine seltsame Fähigkeit entwickelt hat: Sie kann in die Erinnerung anderer Menschen springen. Sie findet heraus, dass ihre Mutter die selbe Fähigkeit hatte und eine finstere Organisation deshalb hinter ihnen her ist. Ist ihre Mutter etwa damals garnicht bei einem Unfall gestorben, sondern wurde ermordet? Und wollen diese Menschen nun auch Jo etwas antun?

Bei diesem Buch habe ich mich schon bei der ersten Seiten wohl gefühlt. Die Hauptprotagonistin ist sehr sympathisch und ich konnte mich total gut in ihre Gefühle bezüglich des Umzugs hineinfühlen. Der Schreibstil ist super, man merkt nicht, wie viele Seiten man bereits verschlungen hat, weil die Zeit nur so verfliegt. Mir gefällt auch die Fähigkeit, die Jo hat. Von Elfen, Vampiren, Hexen und starken Heldinnen in einer Dystopie hat man irgendwann ja auch mal genug. Es scheint so, als hätte ich eine neue Lieblingsbuchreihe gefunden. J

5 von 5 Sternen

 

 

 

 

Buchland von Markus Walther

Seitenanzahl: 244

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Es passt zum Monatsthema, weil: Es von dem geheimnisvollen „Buchland“, einer Bücherwelt in den Tiefen eines Antiquariats handelt.

 

 

 

Reszension:

Das Antiquariat von Herrn Plana ist anders. Dies muss die neue Angestellte Beatrice schnell feststellen. Nicht nur dass tote berühmte Schriftsteller auf einmal vor ihr stehen und mit ihr plaudern, im Keller verbirgt sich auch noch eine eigene Welt: Das Buchland. Das Buchland hat ein Eigenleben und zeigt deutlich, wenn ihm etwas nicht gefällt. Beatrice muss dort gegen ihre inneren Dämonen kämpfen, denn sie kämpft seit Jahren damit, ein eigenes Buch zu schreiben und das Buchland hält ihr dies immer wieder vor.

Auch Zuhause hat Beatrice es nicht einfach: Seit dem Tod ihrer Tochter hängt ihr Mann antrieblos an der Flasche und lässt sich gehen. Doch Beatrice entdeckt, dass sie durch das Schreiben Dinge steuern kann, dazu gehört auch Ingo. Begeistert beginnt sie zu schreiben, nur um später festzustellen, dass sie alle und das gesamte Buchland in großer Gefahr sind.

Ich bin mit der Geschichte nicht ganz warm geworden. Die Idee ist nicht schlecht, der Schreib- und Erzählstil hat mir nur nicht gefallen. Das Ganze wirkte etwas antiquiert und hölzern. Zu den Protagonisten konnte ich auch keine rechte Beziehung aufbauen, dazu wurde zu wenig von ihren Charakteren und Eigenheiten erzählt. Die Grundidee, dass eine Person durch das Schreiben Dinge beeinflussen kann und sich dadurch mit ihrem Leben aussöhnt, finde ich nicht schlecht, aber das gesamte Buchland war mir irgendwie zu abgedreht und nicht sympathisch. Aber es gibt bestimmt genügend Leser, die von den Schilderungen des Buchlandes begeistert sein werden, wahrscheinlich ist dies einfach Geschmackssache.

3 von 5 Sternen

 

 

 

 

17- das zweite Buch der Erinnerung von Rose Snow

Seitenanzahl: 274

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Passt nicht zum Monatsthema.

 

 

 

Reszension:

Zweiter Band der „Buch der Erinnerung“-Reihe.

Adrian hat Jo gestanden, dass er Mitglied der geheimnisvollen Jägerschaft ist, die Jagd auf Leute wie Jo machen. Finn, mit dem sie sich inzwischen ganz gut versteht und der von ihrem Geheimnis weiss, hilft ihr dabei, das Tagebuch ihrer Mutter aufzuspüren. Sie erhofft sich davon neue Hinweise zu der Jägerschaft.

Jo entdeckt, dass Louis ein falsches Spiel spielt. Doch er überschätzt sich und wird von der Jägerschaft hart dafür bestraft. Schließlich kommen Jo und Adrian sich näher und lassen ihren Gefühlen freien Lauf, doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, denn Jo findet heraus, dass Adrian auf sie angesetzt wurde…

Da freut man sich, dass Jo und Adrian endlich zueinander gefunden haben und dann findet man heraus, dass Adrian nur Louis´ Auftrag übernommen hat und seine Gefühle augenscheinlich nicht echt sind. Und mit diesem fetten Cliffhanger endet der zweite Band. Fies! Da kann man ja nicht anders als gleich den dritten Band weiterzulesen. 😉

Der zweite Band hat mir genauso gut gefallen wie der Erste. Interessante Story und Charaktere, Liebe, Herzschmerz, Gefahr – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ich bin immer noch begeistert von der Reihe und werde mich bald dem dritten Band widmen. J

5 von 5 Sternen

 

 

 

 

 

Tyrannen müssen nicht sein: Warum Erziehung allein nicht reicht – Auswege von Michael Winterhoff

Seitenanzahl: 240

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Passt nicht zum Monatsthema.

 

 

 

Reszension:

Dieses Buch ist der Nachfolger des Bestsellers „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“.  Erneut erläutert der Autor, welche Fehler Eltern in der Erziehung begehen und weshalb Kinder dadurch zu nicht gesellschaftsfähigen werden können. Er rät den Eltern ihr eigenes Verhalten oft zu reflektieren und sich nicht von ihrem Kind steuern zu lassen. Dies ist wichtig, damit das Kind Frustrationstoleranz lernt und bemerkt, dass andere einen eigenen Willen haben und sich nicht von ihm steuern lassen.

In diesem Band hätte ich mir mehr Fallbeispiele gewünscht. Zwar wurden einige genannt, welche auch gut verdeutlicht haben, worauf der Autor hinaus wollte, doch insgesamt hätten mehr Beispiele das Sachbuch etwas aufgelockert.

Zudem wurde in diesem Buch nicht viel Neues im Vergleich zum Vorgänger genannt, sondern das bereits Erwähnte nur noch mal aufgewärmt und ein wenig ausführlicher behandelt. An seinen Vorgänger „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“ reicht dieses Buch leider nicht heran.

3 von 5 Sternen

 

 

 

 

Das Labyrinth der Wörter von Marie-Sabine Roger

Seitenanzahl: 224

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Es passt zum Monatsthema, weil: Die ältere, belesene Dame Margueritte dem ungebildeten German die Welt der Bücher näherbringt.

 

 

 

Reszension:

Germain ist Anfang 40, ohne festen Job und lebt in einem Wohnwagen auf dem Grundstück seiner Mutter. Er kann kaum lesen und ist – vorsichtig gesagt – etwas schlicht. Niemand nimmt ihn für voll, für alle ist er nur der wenig schlaue Germain.  Zu einer seiner liebsten Beschäftigungen gehört das Zählen von Tauben. Dabei lernt er eines Tages die ältere Dame Margueritte kennen, die eine passionierte Leserin ist. Obwohl die beiden ein ungleiches Paar abgeben, entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen den Beiden. Die resolute Margueritte bringt German die Welt der Bücher näher.

Zuerst ist Germain sehr zögerlich, doch als er zum ersten mal ein komplettes Buch durchgelesen hat, ist er sehr stolz auf sich. Margueritte unterstützt ihn bei dieser Entwicklung, die auch schleichend Einfluss auf sein weiteres Leben gewinnt. Er erweitert sein Wissen und seinen Wortschatz, was auch vor seinen Freunden nicht unbemerkt bleibt.

Die Handlung hat mir gut gefallen, vor allem, weil die Hauptpersonen so unterschiedliche Persönlichkeiten aufweisen. Was mich irritiert hat, war der Schreibstil, mit dem ich während es gesamten Buches nicht wirklich warm wurde. Zwar vermittelt er gut die Gedankenwelt des bildungsfernen Germain, dennoch hat er bei mir nicht zum Lesegenuss beigetragen. Trotzdem zeigt das Buch schon auf, dass auch zwischen sehr verschiedenen Charakteren tiefe Freundschaften entstehen können und es nie zu spät ist, um sein Leben umzukrempeln.

3 von 5 Sternen

 

 

 

 

Die Welt zwischen den Zeilen von J. Vellguth

Seitenanzahl: 210

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Es passt zum Monatsthema, weil: Es von der jungen Isabel handelt, die sich beim Lesen in die Welt des Buches hineinbegeben kann.

 

 

 

Reszension:

Isabel hat eine besondere Fähigkeit: Sie kann beim Lesen die Welt des jeweiligen Buches betreten. Eigentlich sollte sie dabei nur eine unbeteiligte Zuschauerin sein, dies ändert sich jedoch als der Prinz aus ihrem Lieblingsbuch „Aschenputtel“ sie plötzlich anspricht. Schon immer hat Isabel für ihn geschwärmt und auch nun ist sie von ihm ganz verzaubert. Sie möchte ihn unbedingt wiedersehen und begibt sich noch mehrmals auf in die Buchwelt.

Dabei vernachlässigt sie ihr richtiges Leben, ihre Freundinnen hören ihr nicht richtig zu und haben keine Zeit für sie und ihr Freund möchte plötzlich eine offene Beziehung mit ihr führen und sich mit anderen Frauen treffen. Immer öfter flüchtet Isabel in die Märchenwelt zu ihrem Prinzen. Es kommt, wie es kommen musste: Isabel und der Prinz verlieben sich ineinander, dabei muss er doch Anna heiraten, damit das Märchen von Aschenputtel sich nicht verändert!

Das Cover vermittelt gleich einen märchenhaften Eindruck mit der eleganten Frau im Kleid, die anscheinend aus einem Buch entspringt um zu ihrem in der Ferne wartenden Prinzen zu gelangen.

Mir hat dieses Buch gut gefallen. Es ist keine schwere Kost, aber eine zauberhafte, süße Geschichte mit einer sympathischen Protagonistin. Ich fand es interessant, wie ein altbekanntes Märchen in die moderne Welt integriert wurde. Der Spagat zwischen den Welten ist sehr gut gelungen. Ich habe erst hinterher bemerkt, dass es auch einen Vorgänger zu dieser Geschichte gibt, nämlich „zauberhaftes Aschenputtel“. Ich bin mir sicher, dass der Vorgänger genauso gut wie dieses Buch ist. J

4 von 5 Sternen

 

 

 

 

 

Fangirl auf Umwegen von Amelie Murmann

Seitenanzahl: 236

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Es passt zum Monatsthema, weil: Es um Buchnerd Luna geht, die an einer Challenge zur ihrer Lieblingsbuchwelt Harry Potter teilnehmen darf.

 

 

Reszension:

Die in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsene Luna kann es nicht fassen: Sie hat das letzte goldene Ticket gewonnen und darf an der großen Chocolate-Challenge in der Harry Potter Welt in Orlando, USA teilnehmen!

Als absoluter Buchnerd und Harry Potter Fan ist sie natürlich total begeistert. Schon vor dem Treffen in Orlando lernt sie den aus einer reichen Familie stammenden Leo kennen. Er bringt sie ziemlich durcheinander durch seine Art, aber die ist sich nicht sicher, was sie von ihm halten soll. Dennoch stimmt sie widerwillig zu, vorläufig als Team zusammen zu arbeiten.

Die Challenge wird weltweit übertragen und schnell sind Luna und Leo kleine Stars und gehören zu den Favoriten. Es knistert ziemlich zwischen den Beiden und sie kommen sich näher. Doch am Ende müssen sie sich entscheiden, was ihnen wichtiger ist: Sieg oder Liebe?

Ich fand die Beschreibung des Harry Potter Themenparks total detailliert und interessant. Nach dem Lesen hatte ich das Gefühl, mich dort problemlos zurechtfinden zu können. Auch die Fragen zur Challenge waren toll, ich habe die ganze Zeit mitgerätselt. Ganz so gut, wie Luna war ich allerdings nicht. 😉

Das Buch liest sich eher wie eine Schleichwerbung für den Harry Potter Themenpark, zumindest hatte ich nach dem Lesen total Lust dem Park auch einmal einen Besuch abzustatten. J

Am Ende hat mich allerdings gestört, dass Luna so schnell verziehen hat und alles, was vorher geschehen ist anscheinend keine Rolle mehr spielt. Das fand ich dann doch etwas platt und unrealistisch.

4 von 5 Sternen

 

 

 

 

Eine Geschichte der Zitrone von Jo Cotterill

Seitenanzahl: 256

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Es passt zum Monatsthema, weil: Es um Buchliebhaberin Calypso und ihren Vater geht. Dieser schreibt sein Meisterwerk „Eine Geschichte der Zitrone“ und vergisst darüber, dass er noch eine Tochter hat.

 

 

Reszension:

Calypso ist ein eher zurückhaltendes Mädchen und verkriecht sich am liebsten mit ihren Büchern.  Seit dem Tod ihrer Mutter hat sie nur noch ihren Vater. Dieser schreibt allerdings an seinem selbsternannten Meisterwerk „Eine Geschichte der Zitrone“ und schenkt ihr nicht viel Beachtung. Daher ist Calypso für ihr Alter auch schon sehr selbstständig.

Insgeheim wünscht sich Calypso eine beste Freundin. Als Mae neu in ihre Klasse kommt, spüren beide sofort, dass ihre Liebe zu Büchern sie verbindet. Schnell werden sie beste Freundinnen und Calypso verbringt immer mehr Zeit bei Mae und ihrer Familie. Dort ist es ganz anders als Zuhause, so fröhlich und warmherzig. Calypso merkt immer mehr, wie sehr ihr Vater und sie sich entfremdet haben und dass es Zuhause an Liebe und Wärme fehlt. Ihr Vater hat nur noch Augen für sein Buch und beachtet Calypso kaum noch. Schließlich kommt es zum großen Eklat und beide erkennen, dass sich etwas ändern muss.

Dieses Buch hätte ich mir niemals freiwillig gekauft, zum Glück habe ich es bei einem Gewinnspiel gewonnen. Das altbackene und langweilige Cover sowie der wenig einladende Titel verbergen, was für ein geheimer Juwel sich unter den Buchdeckeln verbirgt. Dieses Buch ist bislang die größte Überraschung des Jahres für mich! Eindringlich macht es die Unterschiede in den beiden Familien deutlich und verdeutlicht dabei, dass Kinder vor allem Liebe und Aufmerksamkeit benötigen, damit sie sich wohlfühlen. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, welches das Thema in so einer schönen Geschichte verpackt hat.

Da das Format des Buches ein wenig kleiner ausfällt und die Seiten nicht eng bedruckt sind, kommt man mit dem Lesen ziemlich flott vorwärts. Bei mir hat eine Zugfahrt dafür ausgereicht. 😉

Das Buch ist ein echter Geheimtipp!

5 von 5 Sternen

 

 

 

 

Inselhochzeit von Sandra Lüpkes

Seitenanzahl: 320

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Passt nicht zum Monatsthema.

 

 

 

 

Reszension:

Band 2 der „Inselhotel“-Reihe.

Das kleine Inselhotel von Jannike mausert sich langsam zum Geheimtipp auf der Insel. Inzwischen bietet Jannike auch die Organisation und Durchführung von Hochzeiten in ihrem Hotel und auf dem Leuchtturm an. Nur bei ihrem eigenen Liebesleben hat sie weniger Glück, denn Matheusz hat sich nicht mehr gemeldet seitdem er in Polen ist. Und das, obwohl Jannike ihm in einem Brief ihre Gefühle gestanden hat!

Doch nicht nur Jannike hat Liebeskummer, auch ihre Angestellte Lucinda benimmt sich irgendwie seltsam und sieht traurig aus. Das bessert sich auch nicht, als Jannike ihr die Organisation der Hochzeit von Ingo und Elke überträgt.

Ihr Geschäftspartner Danni hat sich in den Kopf gesetzt noch ein Restaurant zu eröffnen. Dafür braucht er allerdings noch zusätzliches Personal. Und wenn stellt er ohne Absprache einfach ein? Richtig, Matheusz! Jannikes Gefühle fahren Achterbahn.

Zu allem Übel haben sich auch noch Hoteltester angekündigt, die prüfen sollen, wie viele Sterne Jannikes Hotel bekommen soll. Doch irgendwie läuft dabei einfach alles schief…

Der zweite Band der Inselhotel-Reihe ist genauso kurzweilig und vergnüglich wie der Erste. Die ganze Zeit schlittert Jannike immer haarscharf an irgendwelchen Katastrophen vorbei, muss sich mit seltsamen Gästen rumplagen und ihr Liebesleben und das ihrer Freunde in Griff bekommen.

Die Schönheit des Insellebens und der Natur wird deutlich gemacht und während des Lesens bekommt man total Lust, auch mal Urlaub auf einer Insel zu machen. Eine schöne Lektüre für den Sommer. J

4 von 5 Sternen

 

 

 

 

Schakkeline is voll hochbegabt, ey: Aus dem Leben einer Familienpsychologin Von Sophie Seeberg

Seitenanzahl: 336

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Passt nicht zum Monatsthema.

 

 

 

 

 

Reszension:

Die Familienpsychologin Sophie Seeberg erzählt aus ihrem Alltag. Der besteht aus traurigen, merkwürdigen und witzigen Momenten, die einen aber auch fassungslos zurücklassen. Sie zeigt den ganz normalen Familienwahnsinn, dem sie bei ihrer Arbeit begegnet. Kinder in völlig vermüllten Wohnungen, Umgangsstreitigkeiten nach Trennungen, Familienkonstrukte, die so kompliziert sind, dass man einen Doktortitel braucht um durchzusteigen. Und immer wieder Eltern, die wirklich nicht die Hellsten sind, das aber natürlich niemals einsehen würden.

Das Buch besteht aus einer Aneinanderreihung von denkwürdigen Erlebnissen, die die Autorin während ihrer Tätigkeit erlebt hat. Die unterschiedlichen Geschichten sind sehr interessant und amüsant zu lesen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gelungen, ich hatte das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen.

Ich arbeite auch im Jugendamt und kann manches wirklich nur bestätigen. Es ist kein Vorurteil, dass gewisse Gesellschaftsschichten gehäuft in der Jugendhilfe auftauchen. Auch hat man manchmal Eltern am Telefon, wo man genau weiss, dass man es niemals einfach genug erklären kann, damit sie verstehen was man meint.

Fazit: Ein amüsantes Buch, nicht nur für Leute vom Fach. J

4 von 5 Sternen

 

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