Gastrezensionen: Juni

 

 

 

Sommerreise von Asa Hellberg

Seitenanzahl: 368

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Es passt zum Monatsthema, weil: Sara und Jessica mit dem Motorrad eine Reise nach Italien unternehmen und dabei zu sich selbst finden.

 

 

Reszension:

Sara und Jessica sind beide Anfang 50 und beste Freundinnen. Sara ist gerade frisch geschieden und trauert noch ihrer Ehe hinterher. Als ihr Exmann dann aber von ihr auch noch verlangt, dass sie für ihn sein geliebtes Motorrad verkauft, reicht es ihr. Kurzerhand reist sie zusammen mit einer widerwilligen Jessica auf dem Motorrad nach Italien. Ihr Ziel ist das Weingut, auf dem ihr Großvater viele Jahre gearbeitet hat. Doch Sara und Jessica lastet noch etwas auf der Seele und jede von ihnen trägt noch Altlasten aus der Vergangenheit mit sich herum, die aufgearbeitet werden müssen.

Jessica ist unglücklich verliebt in ihren langjährigen Geliebten, den sie jedoch immer wieder von sich stößt. Und Sara begegnet einem unmöglichen Typen, der ihr im Laufe der Zeit jedoch immer sympathischer wird.

Gleichzeitig ist da noch der Sohn der Gutsbesitzer, mit dem sie ein paar unerfreuliche Erinnerungen aus ihrer Jugend teilt…

Mal wieder ein lockerflockiger Sommerroman von Asa Hellberg! Ich mag es ja, dass ihre Protagonistinnen nicht Anfang 20, sondern immer min. 40 Jahre alt sind. Dies zeigt auch, dass diese Frauen immer noch ein reges Liebesleben haben können und man nur so alt ist, wie man sich fühlt.

5 von 5 Sternen

 

 

 

Noah will nach Hause von Sharon Guskin

Seitenanzahl: 432

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Es passt zum Monatsthema, weil:

Der kleine Noah anscheinend die Wiedergeburt eines ermordeten Jungen ist.

 

Reszension:

Die alleinerziehende Mutter Janie fühlt sich überfordert: Ihr vierjähriger Sohn Noah möchte partout kein Wasser berühren und steigert sich zur Hysterie, sobald er gewaschen werden soll. Zudem sagt er ständig, dass er zu seiner Mutter möchte. Dabei ist sie das doch! Auch zahlreiche Psychologen können ihr nicht weiterhelfen. Am Ende ihrer Kraft nimmt sie Kontakt zum Psychologieprofessoren Anderson auf, der das Phänomen der Wiedergeburt erforscht. Ist dies etwa auch bei Noah passiert? Sie machen sich auf die Suche nach einem ermordeten Jungen, der durch Wasser gestorben ist. Doch nicht jede Spur entpuppt sich als richtig und auch Andersons Motive für diesen Fall müssen kritisch hinterfragt werden…

Das Thema fand ich sehr interessant. Nachdem ich mit dem Buch fertig war, habe ich mir mehrere Sachbücher zu dem Thema ausgeguckt. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, das Thema Wiedergeburt in einem aufregenden Roman zu verpacken. Gleichzeitig zeigt sie auch, welche Probleme dadurch entstehen könne und was für Auswirkungen dies für die Angehörigen hat.

4 von 5 Sternen

 

 

 

 

Couchsurfing im Iran von Stephan Orth

Seitenanzahl: 256

Es passt zum Monatsthema, weil: Der Reisereporter Stephan über seine Erlebnisse im Iran berichtet.

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Reszension:

Dieses Buch ist kein Roman, sondern ein Reisebericht des Journalisten Stephan Orth , welcher Reisereporter beim „Spiegel“ ist. Für sein Buch „Couchsurfing im Iran“ ist er für einige Wochen quer durch den Iran gereist. Jedoch nicht als normaler Tourist, sondern als Couchsurfer.

Er besuchte SM Treffen, fuhr im Schmugglerbus und wurde von der iranischen Polizei verhört. Sehr humorvoll berichtete er von seinen unterschiedlichen Gastgebern, z. B. einer iranischen Großfamilie oder einem persischen Prinzen.

Der Autor versteht es vorzüglich, seine Erzählungen kurzweilig und interessant zu halten. Dabei wird er auch gerne mal selbstironisch. Er schafft es mit Leichtigkeit dem Leser seine Begeisterung für den Iran und die iranische Gastfreundlichkeit näher zu bringen.

Ein tolles Buch, das Lust aufs Reisen macht!

5 von 5 Sternen

 

 

 

Der Zug der Waisen von Christina Baker Kline

Seitenanzahl: 352

Es passt zum Monatsthema, weil: Vivian als Kind mit dem „Zug der Waisen“ in eine ungewisse Zukunft geschickt wurde.

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Reszension:

Das Buch beleuchtet in Rückblicken das Leben der 91-jährigen Vivian, die in der Gegenwart der rebellischen Molly die Chance eröffnet ihr Leben in eine andere Richtung zu lenken.

Bei einem Brand verliert Vivian als Kind ihre gesamte Familie. Kurzerhand landet sie im „Zug der Waisen“. Unter dem Deckmantel der Nächstenliebe und Christenheit werden Waisenkinder auf Bahnhöfen an den Höchstbietenden verkauft. Doch nur die wenigsten erwartet danach ein liebevolles Zuhause.

Auch Vivian durchlebt mehrere Stationen. Erst ist sie eine billige Arbeitskraft, dann Mädchen für Alles in einem verwahrlosten Haushalt mit kleinen Kindern und später Tochterersatz für ein älteres Ehepaar. Letzteres entpuppt sich für sie jedoch als Happy End. Zwar verliert sie als junge Frau ihre große Liebe, heiratet aber später einen anderen und führt ein zufriedenes Leben.

Molly ist auch ein unverstandenes Kind. Sie war bereits in mehreren Pflegefamilien untergebracht. Als es sich bei der letzten Familie auch wieder dramatisch zuspitzt, zieht Molly kurzerhand zu Vivian. Aufgrund ihrer ähnlichen Biographien verstehen sie sich sehr gut. Molly gelingt es sogar, eine geliebte Person Vivians ausfindig zu machen.

Ich fand es schockierend, wie angeblich fromme Menschen Kinder als billige Arbeitskräfte verschachern. Mir war vorher nicht bewusst, dass es solche Waisenzüge in den USA tatsächlich gegeben hat. Dies ist ein eher finsteres Kapitel der amerikanischen Geschichte. Ansonsten fühlte ich mich durch das Buch sehr gut unterhalten.

4 von 5 Sternen

 

 

 

 

Couchsurfing in Russland : Wie ich fast zum Putin-Versteher wurde von Stephan Orth

Seitenanzahl: 256

Es passt zum Monatsthema, weil: Der Autor von seinen Erlebnissen während seines mehrwöchigen Trips quer durch Russland berichtet.

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Reszension:

Stephan Orth kennt man bereits von seinem Bestseller „Couchsurfing im Iran“. Nun hat er sich aufgemacht um 10 Wochen lang Russland als Couchsurfer besuchen.

Der Leser begleitet ihn durch Orte, deren Namen man vorher noch nie gehört hat. Stephan Orth besucht eine ehemalige Diamantenmine, eine Sekte für Aussiedler mitten im Wald, versucht mit einem kleinen PKW ein Gebirge zu durchqueren und begegnet überall herzlichen und interessanten Menschen, die ihm mit großer Herzlichkeit ein ganz neues Bild von Russland vermitteln.

Bei jeder neuen Station auf seiner erfährt man ein paar Fakten zum jeweiligen Ort des Geschehens. Immer wird mit einem Augenzwinkern von den jeweiligen Begegnungen und Geschehnissen berichtet. Man merkt schnell, dass der Autor sich selbst nicht allzu ernst nimmt.

Interessant fand ich auch, welches Bild die Russen von Deutschland haben: Mehrmals haben Menschen, die selber in ärmlichen Verhältnissen leben, ihm angeboten doch nach Russland zu ziehen, da die Lage in Deutschland aktuell ja so schlimm sei. Da scheinen die russischen Medien ja ganze Arbeit zu leisten…

Dieses Buch fand ich genauso gut wie den Vorgänger und bin schon gespannt, durch welches Land der Autor als nächstes reist.

5 von 5 Sternen

 

 

 

GötterFunke – liebe mich nicht von Marah Woolf

Seitenanzahl: 465

Passt nicht zum Monatsthema.

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Reszension:

Eigentlich möchte Jess nur ein paar entspannte Wochen mit ihrer besten Freundin im Sommercamp verbringen. Doch schon auf dem Hinweg passiert etwas Merkwürdiges: Jess träumt, dass sie stirbt und dann wieder lebendig wird.

Im Camp trifft sie dann Cayden und ist schnell hin und weg von ihm. Doch Cayden ist ein Frauenschwarm und lässt so schnell nichts anbrennen. Auch vor ihrer besten Freundin macht er nicht halt, obwohl deren Freund auch mit im Camp ist.

Was Jess nicht ahnt: Cayden ist ein Göttersohn und bekommt alle 100 Jahre die Gelegenheit endlich sterblich zu werden. Dazu wird ein Mädchen auserwählt, dass ihm widerstehen muss.

Als erstes sticht einem natürlich sofort das toll gestaltete Cover ins Auge. Da haben sich die Macher selbst übertroffen! Mystisch und geheimnisvoll, so wie die Story an sich auch. Beim Lesen merkt man schnell, dass sich die Autorin intensiv mit der Mythologie beschäftig hat. Da ich die „Göttlich“-Trilogie auch sehr mochte, hat mir dies sehr zugesagt. Ich fand es auch süß, dass die Protagonisten im Buch Griechischunterricht nehmen.

Am Ende fand ich Caydens Art und Weise wie er mit Jess umgegangen ist, sehr unfair und echt mies. Ich bin wirklich gespannt, wie dieses Verhalten im nächsten Band erklärt wird. Gefallen hat mir das Buch auf jeden Fall!

4 von 5 Sternen

 

 

 

 

Das Dorf der Lügen von Barbara Wendelken

Seitenanzahl: 448

Passt nicht zum Monatsthema.

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Reszension:

Band 1 der „Martinsfehn“-Reihe.

Die junge Polizistin Viktoria Engel erschießt im Dienst den unschuldigen, 16-jährigen Rouven Kramer. Aus Angst ihren Job zu verlieren, überredet sie ihren Kollegen dazu, es wie Notwehr aussehen zu lassen.

Doch die Dorfbewohner können einfach nicht glauben, dass der Pfarrerssohn einfach so auf zwei Polizisten geschossen hat. Misstrauen gegen die Polizei ist die Folge. Für den Polizeihauptkommissar Renke Nordmann kommen schwere Zeiten zu, denn auch seine Tochter misstraut der Polizei und scheint Rouven besser gekannt zu haben, als sie zugeben mag. Schon bald traut in dem kleinen Dorf niemand mehr dem anderen über den Weg. Und dann geschehen weitere Morde mit dem gleichen Muster…

Bei diesem Buch wusste der Leser von Anfang an, wer der Mörder von Rouven war. Das Hauptaugenmerk lag auf den Auswirkungen für die Dorfbevölkerung und dem Misstrauen, das entsteht. Dies mag ungewöhnlich erscheinen, mindert die Spannung jedoch keineswegs. Es kommen immer wieder neue Aspekte ans Licht und jeder scheint mehr zu wissen, als er verraten möchte. Problematisch ist auch, dass viele Bewohner privat miteinander verwoben sind.

Mir hat sehr gefallen, dass die Protagonisten sehr menschlich dargestellt wurden. Alle haben Probleme, die sie irgendwie bewältigen müssen. Dennoch sind mir vor allem Renke Nordmann und seine Kollegin Nola van Heerden ans Herz gewachsen. Normalerweise mag ich keine deutschen Krimis, sondern halte mich lieber an englische oder amerikanische Autoren. Der Martinsfehn Krimi hat mich jedoch so überzeugt, dass ich mir die nächsten zwei Bände auch gleich bestellt habe. J

5 von 5 Sternen

 

 

 

 

Memories to Do: Allies Liste von Linda Schipp

Seitenanzahl: 296

Es passt zum Monatsthema, weil: Allie sich nach einem Unfall an die vergangenen 17 Jahre nicht mehr erinnern kann. Sie reist an den Ort ihrer Kindheit zurück und versucht zu ergründen, was in den letzten Jahren geschehen ist.

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Reszension:

Der Anfang spielt in der Zukunft. Opa Luis wird beerdigt. Dann beginnt Allie ihrer Familie zu erzählen, was früher wirklich geschah und wie sie mit Luis zusammen gekommen ist.

Rückblick: Allie ist 17 und hat sich gerade von ihrem Freund getrennt. Mit ihrem besten Freund Luis rettet sie sich vor einem Gewitter in eine alte Bootshütte. Dort entdecken beide, dass sie mehr als nur Freunde sind. Doch es gibt ein Problem: Luis hat sich beim Militär verpflichtet und wird in wenigen Wochen das Land verlassen.

Als Allie und Luis sich auf den Rückweg machen, geschieht ein Unglück und Allie schlägt mit dem Kopf auf einen Stein. Als Allie im Krankenhaus aufwacht, stellt sie fest, dass inzwischen 17 Jahre vergangen sind, sie sich an diese Zeit überhaupt nicht erinnern kann. Sie ist inzwischen erfolgreiche Journalistin, verheiratet mit Aaron und hat ein Kind. Außerdem hat sie sich mit ihrer inzwischen verstorbenen Mutter zerstritten, weiss jedoch nicht wieso. Ihre Mutter hat ihre eine kleine Pension in ihrem Heimatort vererbt.

Ihr Mann schlägt ihr vor, dass sie mit einer vertrauten Person aus ihrer Kindheit in ihren Heimatort reist, damit sie sich vielleicht an einige Dinger aus ihrer Vergangenheit erinnert.

Allie hat Luis seit Jahren nicht gesehen, doch die Anziehungskraft von früher ist immer noch da. Luis hilft ihr, sich an Vergangenes zu erinner, doch das Schlüsselerlebnis verschweigt er ihr lange. Wie wird Allie sich entscheiden? Wird sie ihr Leben ändern?

Das Buch fing gut an, hatte zwischendurch jedoch einige Längen, bis man endlich erfahren hat, was für dramatische Erlebnisse Allie passiert sind. Die Anziehungskraft zwischen Allie und Luis wurde sehr schon dargestellt. Das Ende war dann auch nicht sehr überraschend und endete natürlich mit einem Happy End. Alles in allem ist es jedoch eine solide Liebesgeschichte.

3 von 5 Sternen

 

 

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