Gastrezensionen März

 

 

Heliosphere 2256 – das dunkle Fragment

Andreas Suchanek

Seitenanzahl: ca. 120

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Reszension:

Die Handlung spielt im Jahr 2256 im Weltall. Der junge Captain Jayden Cross übernimmt das Kommando über das Raumschiff „Hyperion“.  Die Crew ist bunt zusammengewürfelt, was ihm seine Aufgabe nicht erleichtet. Er wird auf Rettungsmission geschickt, doch als er mit seiner Crew am Brennpunkt ankommt, ist es schon zu spät. Die Crew den anderen Raumschiffs ist tot. Captain Cross muss eine schwierige Entscheidung treffen.

Ehrlich gesagt, fand ich das Buch total schwierig und anstrengend zu lesen. Die Personen hatten aller unterschiedliche Bezeichnungen, zudem waren ihre Charaktere nicht stark ausgearbeitet, sodass ich sie alle immer durcheinander gebracht habe. Zudem wurde im gesamten Buch so viel über Technik gesprochen, dass ich kaum etwas verstanden habe. Das Buch war mir viel zu technisch und wäre es länger gewesen, hätte ich es abgebrochen.

Das Buch ist bestimmt nicht schlecht, echte Science-Fiction Fans werden es bestimmt lieben. Mein Geschmack war es leider gar nicht.

2 von 5 Sternen

 

 

 

 

Godspeed-Die Reise beginnt

Beth Revis

Seitenanzahl: 448 Seiten

Bildquelle: Amazon

 

 

 

Reszension:

Die 17-jährige Amy und ihre Eltern lassen sich einfrieren und sollen 300 Jahre später auf einem neuen Planeten aufwachen. Sie werden an Bord des Raumschiffs „Godspeed“ transportieren.

Doch dann wird Amy viel zu früh aufgeweckt und kann gerade noch gerettet werden. Viel hat sich verändert in der Zwischenzeit. Es gibt unzählige Regeln und vieles ist reglementiert worden. Das Kommando über die Godspeed hat der sogenannte „Älteste“. Die Menschen dürfen nicht mehr selbst entscheiden, in wen sie sich verlieben. Alle sollen gleich sein, Unterschiede werden ausgelöscht. Den Menschen werden Medikamente und Hormone untergemischt, damit sie leichter kontrolliert und gelenkt werden können. Amy fällt auf und bringt die ganze Ordnung durcheinander. Nur Junior behandelt sie normal und entwickelt zarte Gefühle für sie.

Doch gleichzeitig werden immer mehr „Kühlkisten“ ausgeschaltet und mehrere Menschen sterben. Wer steckt dahinter? Und welches Geheimnis verbirgt sich noch auf der Godspeed?

Die Handlung erinnert an den Film „Passengers“ mit Jennifer Lawrence. Ich fand es interessant, wie das weiterentwickelte Leben auf der Godspeed beschrieben wurde, wie die veränderte Sprache, die neuen gesellschaftlichen Strukturen auf der Godspeed und das Ausmerzen von Unterschieden.

Die Handlung war sehr spannend, da man die ganze Zeit nicht wusste, wer versucht die „eingefrorenen“ Menschen zu ermorden. Auch der Älteste schien Geheimnisse zu verbergen und eine wechselhafte Persönlichkeit zu besitzen.

Durch die „Ich“-Perspektive, die abwechselnd Amys und Juniors Sicht beleuchtet, kann man sich schnell in die Charaktere einfühlen. Die Schriftgröße war gut lesbar und der Schreibstil locker und leicht, sodass man schnell viele Seiten liest. Am Ende zeichnet sich ein großer Wandel an Bord der Godspeed ab, ich bin schon gespannt, wie sich die Handlung weiterentwickelt. Den zweiten Band werde ich mir demnächst zulegen.

4 von 5 Sternen

 

 

 

 

These Broken Stars – Lilac und Tarver

Amie Kaufman und Meagan Spooner

Seitenanzahl: 496

Bildquelle: Amazon

 

 

 

Reszension:

Die Handlung spielt auf dem größten Raumschiff, das je erbaut worden ist. Lilac ist die reiche Tochter des Erbauers und führt ein behütetes Leben im Luxus. Da ihre Mutter früh starb, stehen sie und ihr Vater sich sehr nah. Er achtet streng darauf, mit wem Lilac sich unterhält oder anfreundet.

Tarver stammt aus ärmlichen Verhältnissen und ist inzwischen ein gefeierter Kriegsheld.

Als sie sich zum ersten mal begegnen, hat er keine Ahnung, wen er da vor sich hat. Lilac ist begeistert davon, endlich mal wie eine normale Frau behandelt zu werden. Zwischen den Beiden ist sofort eine besondere Verbindung, doch Lilac stößt ihn von sich, da ihr Vater rigoros gegen eventuelle Verehrer seiner Tochter vorgeht.

Plötzlich kommt es zu Komplikationen auf dem Raumschiff. Lilac und Tarver schaffen es gerade noch, sich in eine Notfallkapsel zu retten. Als sie wieder zu sich kommen, stellen sie fest, dass sie auf einem fremden Planeten gelandet sind. Nun sind die Beiden auf sich allein gestellt. Anfangs kommen sie nicht gut miteinander aus, lernen sich aber bald schätzen und lieben. Lilac hört Stimmen, die sie nicht orten und zuordnen kann. Tarver ist besorgt, dass es sich um Halluzinationen handeln könnte. Sie machen sich auf die Suche nach der Absturzstelle des Raumschiffs, da sie erwarten, dass dort bald Rettungskräfte eintreffen werden. Als sie dort ankommen, machen sie die grausame Entdeckung, dass keiner der vielen Tausend Menschen den Absturz überlebt hat. Lilac bekommt das Gefühl, dass die Stimmen ihnen helfen und sie in eine bestimmte Richtung lotsen wollen.

Sie finden eine verlassene Hütte, in der sie ein Funkgerät vermuten. Bei dem Versuch in die verschlossene Hütte zu gelangen, wird Lilac verletzt und stirbt. Tarver ist am Boden zerstört und begräbt sie in der Nähe.

Wenig später steht Lilac wieder vor ihm – wie kann das sein? Lilac und Tarver finden heraus, dass diese Stimmen, die Lilac gehört hat, zu hüllenlosen Wesen aus einer anderen Welt gehören. Sie können Dinge erschaffen, die aber nicht von Dauer sind. Auch Lilac gehört nun dazu. Lilacs Vater hat geheime Experimente in der Hütte durchführen lassen und die Wesen in dieser Welt eingesperrt. Doch Lilac wird immer schwächer… Am Ende werden sie von Einsatzkräften im Auftrag von Lilacs Vater entdeckt und auf ein Raumschiff gebracht. Beide überleben und freuen sich auf eine gemeinsame Zukunft.

Von Anfang an wurden zwischendurch immer wieder kurze Ausschnitte eine Verhörs eingeblendet. Dies spielte sich in der Gegenwart ab. Nach einiger Zeit konnte man erahnen, dass es sich beim dem Verhörten um Tarver handelt. Von wem und warum er verhört wurde, wurde erst am Ende aufgelöst. In der Vergangenheitsform wurde dann das Geschehene nach dem Absturz wiedergegeben. Es wurde abwechselnd aus der Sicht von Lilac und Tarver berichtet.

Am Anfang habe ich mich die ganze Zeit gefragt, weshalb Tarver verhört wird und aus welchen Gründen. Dadurch wurde die ganze Handlung spannender. Die wechselnde Erzählsicht sorgte dafür, dass man tief in die Gedanken der Hauptprotagonisten eintauchen und deren Handlungen verstehen konnte. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich die Idee mit den Stimmen/hüllenlosen Wesen finde. Irgendwie ist es mir ein wenig zu mystisch, aber das ist wohl Geschmackssache. Das ganze Buch las sich locker und leicht, wird aber wahrscheinlich keinen tiefgreifenden Eindruck bei mir hinterlassen. Es ist aber eine nette Geschichte für zwischendurch.

4 von 5 Sternen

 

 

 

 

Elanus

Ursula Poznanski

Seitenanzahl: 416

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Reszension:

Der 17-jährige Jona ist hochbegabt und lässt dies auch gerne raushängen. Daher beginnt er in seinem jungen Alter auch bereits sein Studium an der Uni. Für die Zeit seines Studiums haben seine Eltern eine Gastfamilie ausgesucht, da Jona auf Grund seiner von sich überzeugten Art gerne bei seinen Mitmenschen aneckt und ein Wohnheim daher nicht in Frage kommt. Was sonst niemand weiss: Jona ist stolzer Besitzer von „Elanus“, einer Drohne, mit der er auf Entdeckungsflüge geht und seine Mitmenschen ausspioniert. Bei einem seiner „Ausflüge“ macht er eine interessante Entdeckung. Als später auch einer seiner Dozenten stirbt und sich seine Mitmenschen zusehends merkwürdig verhalten, kommt Jona dem Geheimnis all dessen sehr nahe. Doch nun haben es die Mörder auch auf Jona abgesehen…

Ich habe nun schon einige Bücher von Ursula Poznanski gelesen, doch dieses  hat mir bis jetzt am besten gefallen. Jona ist am Anfang wirklich sehr arrogant und nicht sehr sympathisch, arbeitet aber an sich und wird im Laufe der Geschichte immer netter. Sein Nachbar Pascal war mir von Anfang an sympathisch, da Jonas spezielle Art einfach an ihm abprallt und er immer gute Laune hat. Marlene, die Mittstudentin von Jona sagt ihm deutlich die Meinung, findet aber Gefallen an ihm. Zusammen ergänzt sich das Trio hervorragend und ist einfach unschlagbar.

Die Story ist clever konstruiert und besteht aus mehreren Handlungssträngen, die sich am Ende aber vereinen. Man bekommt langsam mit, dass mehrere Personen sich merkwürdig verhalten und etwas verbergen, erfährt aber erstmal nicht, wie diejenigen darin verwickelt sind und ob sie etwas mit dem Mordfall zu tun haben.

Mir hat es gut gefallen, dass Jona mit Hilfe seiner Drohne selber ermittelt, dies ist sehr innovativ und habe ich so noch nirgendwo gelesen. Das Ende war so nicht vorhersehbar, da man nur gemerkt hat, dass es mehrere Verdächtige gibt, die irgendwie in dem Ganzen verwickelt sind, weiss aber nicht genau wie. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. J

5 von 5 Sternen

 

 

 

 

Zero von Marc Elsberg

Seitenanzahl: 496

Es passt zum Thema, weil: Es von FreeMe handelt, einer Plattform, auf der Menschen Daten und Informationen von sich sammeln und verkaufen können. Gleichzeitig helfen ihnen Apps, ihr Leben zu verbessern.

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Reszension:

Cynthia ist Journalistin und soll für ihren verhassten Chef über innovative Cyberbrillen schreiben. Als ihre Tochter Vi sich die Brille ausleiht und mir ihren Freunden unterwegs ist, kommt es zur Katastrophe: Adam, ein Freund von Vi, wird auf offener Straße erschossen. Genau wie Vi war er auf FreeMe registriert und hat seine Daten verkauft und mit Hilfe von Apps sein Leben „verbessert“. Erst langsam erfährt Cynthia wie viele Daten die Menschen über sich preisgeben und dass auch viele Daten öffentlich verfügbar sind, wenn derjenige dies eigentlich nicht preisgeben möchte.

Gleichzeitig warnt der geheimnisvolle „Zero“ die Öffentlichkeit vor den Gefahren dieser „gläsernen Bürger“. Das FBI und die Gründer von FreeMe sind sehr erpicht darauf ihn zu enttarnen.

Als dann Edward, ein anderer Freund von Vi, überraschend stirbt, kurz nachdem er Cynthia mehr über FreeMe erzählen wollte, beginnt Cynthia zu ermitteln. Doch es gibt Leute, die auf jeden Fall verhindern wollen, dass sie mit ihren Erkenntnissen an die Öffentlichkeit geht…

Ich habe auch die anderen Bücher von Marc Elsberg gelesen und bin immer sehr angetan von seinen gut recherchierten und durchdachten Büchern. Sehr innovativ und intelligent, man lernt immer viel über neue Technologien. Ich habe nicht immer alles verstanden, was er über FreeMe, usw. erzählt hat, dass mindert den Lesefluss jedoch nicht. Zwischendurch kam ich etwas mit den Personen durcheinander, weil ich nicht mehr genau wusste, in welchem Verhältnis und mit welchen Absichten sie agieren. „Zero“ hat mir gut gefallen, jedoch ist „BlackOut“ immer noch mein Liebling von Marc Elsberg.

4 von 5 Sternen

 

 

 

 

Der Circle

Dave Eggers

Seitenanzahl: 560

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Reszension:

Mae, eine junge College-Absolventin, beginnt ihre Karriere beim großen Internet-Unternehmen „Circle“, bei dem bereits ihre Freundin Annie eine hohe Position bekleidet. Mae ist total begeistert von dem technischen Fortschritt und dem riesigem und bestens ausgestatteten Gelände. Der Cirlce beschäftigt tausende von Angestellten, hat mehrere Wohnheime für sie gebaut, ist technisch auf dem neuesten Stand und bietet ein rund-um-die-Uhr Unterhaltungsprogramm.

Mae ist sehr talentiert und macht dadurch rasch auf sich aufmerksam. Sie bekommt immer mehr und wichtigere Aufgaben zugewiesen. Alles scheint so, als wäre es perfekt. Doch ein geheimnisvoller Mann ist anders als die übrigen Angestellten. Er warnt Mae vor den Innovationen von Circle.

Gleichzeitig gibt es Menschen, die den Entwicklungen von Circle nicht positiv gegenüber stehen. Am Ende wird sich Mae entscheiden müssen…

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Mich erinnerte der Circle an andere große Internet-Unternehmen. Anfangs wirkte auch alles ganz toll: ein super ausgestattetes Gelände, die Ausstattung auf dem neuesten Stand, interessante Aufgaben. Doch als Maes Vorgesetzter ihr Vorhaltungen machte, weil sie an einem Wochenende nicht freiwillig im Circle geblieben ist, sondern lieber ihre Eltern besucht hat, hinterließ das bei mir einen bitteren Beigeschmack. Meine Alarmglocken schrillten immer mehr, als Mae immer mehr Zusatzarbeit verrichten sollte und die ersten Leute, unter anderem auch Mae, anfingen sich ständig von einer Kamera begleiten zu lassen. Der Circle betrieb unauffällig aber stätig eine Art Gehirnwäsche, in dem er den Leuten vorbetete, dass die Welt nur besser werden kann, wen nichts mehr geheim ist und alle alles von jedem wissen. Es war erschreckend zu lesen, wie schnell die Entwicklung zu einer totalen Überwachung vor sich ging und wie leicht die Menschen sich manipulieren ließen. Hoffentlich bleibt uns dieses gruselige Zukunftsszenario erspart.

Ein lesenswertes Buch, das man nicht bloß so nebenbei liest und das einen bleibenden Eindruck hinterlässt!

5 von 5 Sternen

 

 

 

Godspeed- die Suche 

Beth Revis

Seitenanzahl: 464

Bildquelle: Amazon

 

 

 

Reszension:

Dies ist der zweite Band der Trilogie „Godspeed“.

Der Älteste ist tot. Nun hat Junior die Verantwortung über die Godspeed. Die Menschen werden seit langem nicht mehr durch Drogen gefügig und folgsam gemacht. Doch dies führt zu großen Schwierigkeiten, da es Bürger gibt, die Juniors Führungsqualitäten in Frage stellen. Gleichzeitig bekommt Junior beunruhigende Nachrichten von den Technikern der Godspeed. Die Probleme an Bord der Godspeed nehmen zu, es kommt zu Aufstände, Streiks und Morden. Zudem ist sich Amy ihrer Gefühle für Junior nicht mehr sicher. Amy findet auf einem Datenchip Hinweise von Orion, die zu ein großes Geheimnis lüften sollen. Doch Luthor kommt ihr immer wieder in Quere und stellt ihr nach. Doch Amy findet das fehlende Puzzleteil und findet heraus, dass die Godspeed die Umlaufbahn des Zielplaneten längst erreicht hat. Allerdings versucht jemand mit aller Macht zu verhindern, dass die Godspeed dort landet. Der Planet soll bereits von einer gefährlichen Spezies gewohnt sein.

Der erste Band hatte mir schon gut gefallen und der Zweite hat mich auch nicht enttäuscht. Wieder war die Handlung interessant und abwechslungseich. Da die Schriftgröße groß gewählt wurde, hat man schnell viele Seiten verschlungen. Ich habe mit allem gerechnet, aber dass die Godspeed ihr Ziel bereits erreicht hat und jemand verhindern möchte, dass sie dort von Bord gehen, hätte ich nicht erwartet.

Die Liebesgeschichte zwischen Amy und Junior könnte sich meiner Meinung nach mal etwas weiterentwickeln, Amy geht ja eher einen Schritt zurück als einen Schritt nach vorn.

Am Ende entscheidet sich ein Teil der Bevölkerung die Godspeed zu verlassen und ihr Glück auf dem Planten zu versuchen. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen sie dort machen werden und werde auf jeden Fall noch den dritten Band lesen.

4 von 5 Sternen

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