Gastrezensionen September

 

 

 

Unter deutschen Betten: Eine polnische Putzfrau packt aus

Justyna Polanska

Seitenanzahl: 224

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Passt zum Monatsthema, weil: Justyna der Armut und Perspektivlosigkeit in ihrer Heimat Polen entflieht und Putzfrau in Deutschland wird.

 

 

Reszension:

Die polnische Putzfrau Justyna berichtet in kleinen Episoden von ihrem Alltag als Putzfrau in Deutschland. Sie berichtet von Männern, die dicke Autos fahren, aber nicht genug Geld haben um sich Essen zu kaufen, von hohen Managern, deren Wohnung ein Saustall ist und von einsamen Männern, die möchten, dass sie halbnackt vor ihnen putzt.

Justyna arbeitet eigentlich sehr gerne in ihrem Beruf, entspricht aber nicht dem Klischee einer typischen alten Putzfrau in Kittelschürze. Sie ist jung, attraktiv und gepflegt. Doch sie beklagt sich über die geringe Wertschätzung, die Putzfrauen in Deutschland genießen und nennt mehrere Beispiele, die dies verdeutlichen. Eigentlich dreht sich nahezu das ganze Buch darum.

Ich hatte mir das Buch amüsanter vorgestellt. Doch sie beklagt sich die meiste Zeit nur über die schlechte Behandlung und geringe Wertschätzung ihrer Arbeitgeber. Der Buchtitel deutet zwar an, dass sie etwas Brisantes auspackt, doch etwas wirklich Brisantes kann sie nicht berichten. Überzeugt hat mich das Buch nicht.

2 von 3 Sternen

 

 

 

 

Wohin du auch gehst: Die Geschichte einer fast unmöglichen Liebe

Benjamin Prüfer

Seitenanzahl: 336

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Passt zum Monatsthema, weil: Benjamin die junge Prostituierte Sreykeo in Kambodscha kennen und lieben lernt. Sie lebt in äußerst ärmlichen Verhältnissen und ist HIV-positiv, dennoch werden die Beiden ein Paar.

 

 

Reszension:

Der Autor Benjamin Prüfer schildert seine eigene Geschichte.

Mit Anfang 20 reist er durch Kambodscha und lernt in einer Bar Sreykeo kennen. Sie arbeitet als Prostituierte und lebt in großer Armut. Dennoch verlieben sie sich und werden ein Paar.

Er berichtet von den Schwierigkeiten, die sie hatten: ihre Familie, die nur Geld möchte und ihn erst nicht akzeptiert, die ärmlichen Bedingungen, unter denen sie leben und Sreykeos positiver HIV Test. Auch die großen kulturellen Unterschiede erschweren die Beziehung.

Später kehrt Benjamin nach Deutschland zurück und versucht Medikamente für Dreykeo zu organisieren. Dies ist in Kambodscha eine große Schwierigkeit, zudem hat er mit Geldsorgen zu kämpfen.

Dennoch heiraten sie und Sreykeo zieht nach Deutschland. Sie spricht gut auf die Behandlung an hat mittlerweile drei Kinder mit ihrem Mann.

Die Liebesgeschichte hat mich sehr berührt. Unterschiedlicher könnten die Welten nicht sein, aus denen Benjamin und Sreykeo stammen. Einfühlsam berichtet der Autor von ihrer Beziehung und schildert zunehmend liebevoller die Umstände in Kambodscha. Man erfährt vieles über die dortige Mentalität, die sich sehr von der Deutschen unterscheidet.

Der Höhepunkt ist definitiv die Hochzeit in Kambodscha, die er sehr humorvoll schildert: „Eine kambodschanische Hochzeit wird überwiegend für das Fotoalbum veranstaltet.“

Sehr empfehlenswert!

5 von 5 Sternen

 

 

 

 

 

Das Reich der sieben Höfe- Dornen und Rosen 

Sarah J. Mass

Seitenanzahl: ca. 480

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Es passt zum Monatsthema, weil: Die junge Feyre in größter Armut lebt und versucht ihre Familie zu beschützen. Dafür zieht sie auch in das geheimnisvolle Reich der Fae, wo eine schreckliche Herrscherin großes Leid verursacht.

 

 

 

Reszenssion:

Feyre geht regelmäßig in den dunklen Wäldern auf die Jagd, um ihre zwei Schwestern und ihren Vater zu ernähren. Ihre Familie war einst reicht, hat dann das gesamte Vermögen verloren und lebt nun in größter Armut.

Eines Tages erlegt Feyre ein riesigen Wolf und bringt die Jagdbeute nach Hause. Doch sie weiss nicht, dass dies kein normaler Wolf war, sondern ein verwandelter Fae in der Gestalt eines Wolfs. Kurze Zeit später steht ein schreckliches Wesen vor ihrer Tür und verschleppt sie in das Reich der Fae. Nun lebt sie am Hof des High Fae Tamlin, dessen Bewohner durch einen Fluch alle Masken tragen, die ihre Gesichter verbergen.

Tamlin bekämpft die schreckliche Herrscherin Amarantha, die das gesamte Reich der Fae in ihre Gewalt bringen will. Fae lernt Tamlin immer besser kennen und die Beiden entwickeln Gefühle füreinander. Doch dann wird Tamlin gefangen genommen und unter den Berg zu Amarantha gebracht. Fae macht sie auf den hoffnungslosen Weg in zu retten. Es wird ein Spiel um Leben und Tod…

Das erste Kapitel, in dem das Leid und Elend von Feyres Familie dargestellt wird, hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich habe schon überlegt, dass Buch abzubrechen. Zum Glück habe ich das nicht getan! Ich muss sagen, dass ich den Hype um dieses Buch total nachempfinden kann. Die Fae sind Fantasywesen, die ich vorher noch nicht kannte und die Handlung hat alles, was eine spannende Story ausmacht: Liebe, Leid und Spannung.

Ein wirkliches empfehlenswertes Buch!

5 von 5 Sternen

 

 

 

 

 

Lion: Der lange Weg nach Hause

Saroo Brierley

Seitenanzahl: 257

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Es passt zum Monatsthema, weil: Saroo in ärmlichen Verhältnissen in Indien aufwächst. Dann geschieht das Unglück: Er legt sich in einem Güterwaggon schlafen und wacht in Kalkutta auf. Doch er kann niemandem den Namen seines Heimatdorfes nennen.

 

 

Reszension:

Der kleine Saroo lebt mit seinen drei Geschwistern und seiner Mutter in sehr ärmlichen Verhältnissen in Indien. Eines Tages klettert der kleine Saroo auf einem seiner Streifzüge in einen Güterwaggon um dort zu schlafen. Doch der Zug fährt los und Saroo wacht in Kalkutta, mehrere hundert Kilometer entfernt auf. Unglücklicherweise weiss er den Namen seines Heimatdorfes nicht und niemand nimmt Notiz von ihm. So lebt er mehrere Wochen unter schwierigen Verhältnissen in Kalkutta auf der Straße. Schließlich landet er in einem Waisenhaus, wo die Zustände schrecklich sind. Doch von da aus wird er in ein anderes Waisenhaus umverteilt, welches nicht so schlimm ist.

Saroo wird zur Adoption freigegeben, weil seine leiblichen Eltern nicht aufzuspüren sind. Er wird einem australischen Ehepaar adoptiert.

Bei den Brierleys erlebt Saroo eine sorgenfreie Kindheit, die ihm die besten Möglichkeiten eröffnet. Er bekommt einen weiteren Adoptivbruder aus Indien, macht seinen Schulabschluss und beginnt zu studieren. Doch irgendetwas nagt an ihm: Er erinnert sich noch an einige Details aus seinem Heimatdorf und beginnt bei Google Earth zu suchen. Mehrere Jahre lang verfolgt er dieses Ziel, bis er es eines Tages nicht fassen kann: Er hat tatsächlich sein Heimatdorf wiedergefunden! Doch lebt seine Mutter noch dort?

Das Buch ist sehr interessant und kurzweilig aus der Sicht von Saroo Brierley geschrieben. Ich hatte gedacht, dass mehr Leid drin vorkommt, aufgrund seines Lebens als Straßenjunge, doch ist es überwiegend ein hoffnungsvolles Buch mit einer liebevollen Sicht auf seine Kindheit in Australien. Saroo wirkt nicht traurig, dass er nur kurze Zeit seiner Kindheit mit seiner leiblichen Mutter verbringen konnte. Er und seine leibliche Mutter scheinen eher dankbar zu sein, dass ihm durch die Adoption nach Australien so viele gute Möglichkeiten eröffnet wurden.

4 von 5 Sternen

 

 

 

 

Katastrophe mit Kirschgeschmack 

Anna Katmore

Seitenanzahl: 287

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Passt nicht zum Monatsthema.

 

 

 

Reszension:

Band 3 der Grover Beach Team- Reihe.

Samantha Summers ist die Tochter eines Army-Generals und hat daher schon auf verschiedenen Kontinenten gelebt. Doch die ständigen Umzüge verhindern natürlich auch, dass sie sich einen dauerhaften Freundeskreis aufbauen kann.

Daher zieht sie vorläufig bei ihrer Cousine Chloe und deren Familie ein. Doch was sie nicht ahnt: Ihre einst so nette Cousine hat sich in ein echtes Miststück verwandelt und ist eifersüchtig auf die gute Beziehung, die Sam zu ihrer Tante bzw. Chloes Mutter hat. Chloe behandelt zudem ihren Exfreund Tony äußerst herablassend. Tony scheint zu denken, dass Sam genau wie Chloe ist und behandelt sie dementsprechend auch sehr unfreundlich.

Blöd nur, dass die anderen aus Tonys Clique Sam total nett finden und sie zu vielen Unternehmungen einladen. Notgedrungen verbringen Sam und Tony so viel Zeit miteinander – und sooo schlimm scheinen es die beiden irgendwann garnicht mehr zu finden… 😉

Doch Chloe spinnt ihre Intrigen und möchte, dass Sam aus ihrem Leben verschwindet. Dieses Ziel scheint sie am Ende auch fast erreicht zu haben…

Ich liebe ja die Grover Beach Team Reihe! Klar, literarisch anspruchsvoll ist die Reihe zwar nicht, versprüht ab viel amerikanisches High School-Flair. Die Frauen und Männer sind alle gut gebaut und attraktiv, es gibt böse Nebenspieler, Sport spielt auch eine Rolle und am Ende hat sich das Traumpaar gefunden und alles ist gut. J

Dieser Band steht den ersten beiden Bänden in nichts nach. Gut finde ich auch, dass in jedem Band eine andere Person der Clique im Vordergrund steht und man deren Geschichte erfährt.

4 von 5 Sternen

 

 

 

 

Was kostn`n der Hund? Skurriles aus dem Alltag einer Hundezüchterin

Stephanie Noelle

Seitenanzahl: 110

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Passt nicht zum Monathema.

 

 

 

Reszension:

Frau Noelle ist die erste Vorsitzende eines Rassehundvereins und züchtet American Collies. In diesem Hund berichtet sie von ihren skurrilen Erlebnissen aus dem Züchteralltag.

Da war die Familie mit den schrecklichen Kindern, die „Züchtersurfing“ betreiben und alle Züchter abklappern um einfach nur süße Welpen zu knuddeln. Kaufen wollen sie aber keinen.

Der reiche Mann, der Hunde als Accessoires zum Sammeln betrachtet und nicht als Lebewesen mit Gefühlen.

Die einsame Frau, die die Autorin in jeder freien Minute belagert, weil sie ja demnächst einen Welpen von ihr möchte – und dann plötzlich doch erst in 10 oder 15 Jahren.

Als Tochter einer langjährigen Hundezüchterin war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Ehrlich gesagt, kann ich noch bessere Geschichten beisteuern. 😀 Z. Bsp. eine Familie, die den Welpen nach einer ¾ Stunde zurückbrachten, weil die Frau im Auto in Panik geriet angesichts der vor ihr liegenden Verantwortung. Oder der schreckliche Kinder, die es lustig finden Spielzeug auf die kleinen Welpen zu schmeißen – natürlich meinten sie es garnicht so (Aussage der Mutter).

Dieses Buch hat meinen Erwartungen nicht ganz entsprochen, ich hatte merkwürdigere Erlebnisse erwartet. Zudem sind fast 13 Euro für 110 Seiten doch ein wenig überteuert.

3 von Sternen

 

 

 

 

Alles oder nichts

Simona Ahrnstedt

Seitenanzahl: 705

Bldquelle: Amazon

Passt zum Monatsthema, weil: Ambra und Tom beide eine leidvolle Vergangenheit hinter sich haben. Ambra war früher ein Pflegekind und wuchs in einer Sekte voller Entbehrungen auf.

 

 

 

 

 

Reszensionen:

Band 3 von Simona Ahrnstedt.

Ambra ist eine erfolgreiche schwedische Journalistin. Sie hat hart dafür gearbeitet, doch in letzter Zeit dümpelt ihre Karriere vor sich hin. Sie hat Angst auf dem Abstellgleis zu landen. Gerne würde sie den nächsten Karrieresprung zur Journalistin im investigativen Bereich wagen. Doch ihr unsympathischer Kollege Oliver Holm ist auch scharf auf den Job.

Tom ist ein ehemaliger Elitesoldat. Doch nach einer Geiselbefreiung im Tschad vor einigen Monaten wurde er schwer verletzt und gefangen genommen. Er wurde gefoltert und misshandelt bis er befreit werden könnte. Diese Zeit hat seine Spuren hinterlassen. Er kümmert sich kaum noch um seine Securityfirma, sondern vergräbt sich in der Kleinstadt Kiruna, wo er hofft seine Exfreundin Elinor wiederzugewinnen.

Für eine Reportage soll Ambra nach Kiruna reisen. Dabei hatte sie sich geschworen, niemals dorthin zurückzukehren. Sie wuchs hier als Pflegekind bei einem Priester und seine Frau auf. Doch die beiden gehören einer Sekte an und misshandelten Ambra. Der Schmerz und die Erinnerungen an diese schreckliche Zeit sitzen immer noch tief.

Zufällig laufen sich Tom und Ambra über den Weg. Zwischen ihnen knistert es sofort, doch sie müssen noch viele Schwierigkeiten und Missverständnisse überstehen, bis sie am Ende endgültig zueinander finden. Denn Tom mag keine Journalisten, die in seiner Vergangenheit rumschnüffeln. Und Ambra mag keine Soldaten, die vermeintlich Gräueltaten im Tschad begangen haben. Zudem sorgt sie sich, denn ihre früheren Pflegeeltern haben wieder Pflegekinder bei sich aufgenommen. Müssen diese das gleiche Leid erdulden, welche Ambra erleben musste?

Die ersten beiden Bände von Simona Ahrnstedt haben mir auch schon sehr gut gefallen. Immer handelt es von Menschen, die auf den ersten Blick mit Schönheit und Reichtum gesegnet sind. Auf den zweiten Blick stellt man fest, dass sie doch nicht so glücklich sind, weil sie in der Vergangenheit Tragisches erlebt haben. Zudem brauchen sie immer längere Zeit um sich über ihre Gefühle zueinander bewusst zu werden und andere Schwierigkeiten kommen auch noch dazwischen. Doch am Ende wird immer alles gut. J

Natürlich ist die Story vorhersehbar, das mindert den Unterhaltungswert jedoch keineswegs. Ich mag es auch, dass die Hauptfiguren aus den vorherigen Werken nun als Nebencharaktere auftauchen. Zudem kann man sich sicher sein, dass ein Nebencharakter aus diesem Band Hauptprotagonist im nächsten Band wird. Diese lose aufeinander aufbauende Reihe gefällt mir sehr gut und da die Geschichte ineinander abgeschlossen sind, kann man sie auch unabhängig voneinander lesen.

4 von 5 Sternen

 

 

 

 

Die Nightingale Schwestern: Sturm der Gefühle

Donna Douglas

Seitenanzahl: 513

Bildquelle: Amazon

Passt zum Monatsthema, weil: Die Handlung teilweise im ärmlichen Londoner Stadtteil East End spielt. Zudem handelt es vom Alltag im Nightingale Hospital.

 

 

 

Reszension:

Band 3 der Nightingale-Reihe.

London 1936: Die jungen Krankenschwestern in Ausbildung Millie, Dora und Helen bereiten sich auf Abschlussprüfungen vor. Doch alle drei plagen noch andere Sorgen: Helen muss sich zwischen den Erwartungen ihrer herrschsüchtigen Mutter Constanze und der Liebe zu ihrem Verlobten Charlie entscheiden. Millie bereitet sich auf ihre Hochzeit vor, bis die Vorhersage einer Wahrsagerin sie plötzlich zweifeln lässt. Und Dora muss mit ansehen wie ihre große Liebe Nick ihre beste Freundin Ruby heiratet. Doch war Ruby wirklich ehrlich zu Nick? Zudem schließt sich Doras Bruder Peter den falschen Leuten an und hetzt gegen Juden. Kann Dora ihn wieder zur Besinnung bringen?

Die Nightingale Reihe ist wirklich mein absoluter Geheimtipp und hat meines Erachtens noch lange nicht die Beachtung gefunden, die sie verdient hat. Jeder Charakter ist sehr detailliert beschrieben und wird mit Tiefe dargestellt. Zudem sind die drei Hauptpersonen Millie, Dora und Helen sehr unterschiedlich, ergänzen sich dabei aber wunderbar und haben alle sehr liebenswerte Charaktere. Dora ist der stolze Hitzkopf aus dem East Ende, Helen die zurückhaltende Einserschülerin und Millie die lebenslustige und liebenswerte Adelige.

In diesem Band hat mir sehr gut gefallen, dass Helen es endlich schafft, sich dem Einfluss ihrer Mutter zu entziehen. Zudem entdeckt man eine andere, sanftere Seite an Constanze Tremayne.

Bei Ruby und Nick habe ich mir schon gedacht, dass Ruby ihn unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zur Ehe gedrängt hat. Zwar kam dies alles glücklicherweise ans Licht, doch es ist noch ungewiss, ob Dora und Nick zueinander finden werden.

In diesem Band hat man nicht so viel von Millie erfahren, doch da sie im vorherigen Band viel Raum eingenommen hat, ist dies nicht so schlimm.

Glücklicherweise habe ich auch gesehen, dass demnächst der 7. Band veröffentlicht wird. Daher kann ich mich noch auf tolle weitere 4 Bände mit Dora, Millie und Helen freuen. J

5 von 5 Sternen

 

 

 

 

Das Reich der sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Sarah J. Maas

Seitenanzahl: 720

Bildquelle: Amazon

Passt zum Monatsthema, weil: Feyre stark unter den Erinnerungen an die schreckliche Zeit unter dem Berg leidet. Sie hat jede Nacht Alpträume und hat stark abgenommen. Bald ist sie nur noch ein Schatten ihrer selbst.

 

 

 

 

 

Reszension:

Band 2 der Reihe.

Feyre und Tamlin haben die Zeit bei Amarantha unter dem Berg überlebt. Doch beide leiden noch immer unter den Folgen. Während Feyre immer schwächer und hofflungsloser wird, entwickelt Tamlin den nahezu krankhaften Zwang sie beschützen zu wollen. Er verbietet ihr immer mehr Dinge und sperrt sie letztendlich ein. Zudem muss Feyre nun ihre Vereinbarung mit Rhysand einhalten und eine Woche pro Monat bei ihm verbringen.

Als Tamlin Fyre im Palast einsperrt eskaliert die Situation und sie wird von Rhysand bzw. seiner Cousine Morrigan gerettet und zu ihm gebracht. Endlich kann Feyre aufatmen, denn Rhysand lässt ihr den Freiraum, den sie braucht. Nach und nach fühlt sich Feyre besser, auch die Alpträume verschwinden. Rhysand unterrichtet sie in ihren Fähigkeiten, denn Feyre besitzt Kräfte von allen 7 High Lords. Zudem lernt sie eine ganz neue Seite an Rhysand kennen, eine fürsorgliche und beschützerische, die er vor der Außenwelt hinter einer Maske aus Kalkül und Arroganz verbirgt. Aus der Entfernung kann nun auch beurteilen, dass sich Tamlin nicht zum Guten hin verändert hat und ihre Liebe für ihn wahrscheinlich der Vergangenheit angehört. Dafür werden ihre Gefühl für Rhysand immer stärker.

Doch die Zeit des Krieges ist nicht vorüber und er droht die gesamte Welt zu zerstören. Feyre wird eine bedeutende Rolle darin spielen. Als am Ende Feyre Schwester in das Intrigenspiel mitreingezogen werden, trifft Feyre eine überraschende Entscheidung…

Auch der zweite Band der Reihe ist wieder atemberaubend, abwechslungsreiche und voller überraschender Wendungen. Rhysand konnte ich im ersten Band überhaupt nicht leiden, da er überzeugend die Rolle des Bösen gespielt hat. In diesem Band nun stellt man fest, wie wenig man eigentlich von ihm wusste und dass dies alles nur Fassade war. Er gefällt mir viel besser als Tamlin, da er Feyre als ebenbürtig anerkennt und sie in bedeutende Entscheidungen miteinbezieht. Zudem kämpft er mit allen Mitteln für das, was ihm am Herzen liegt.

Das Ende war eine starke Überraschung für mich. Ich bin gespannt,, wie sich Feyre als Spionin schlägt und wie ihre Rolle im alles entscheidenden Krieg aussehen wird.

5 von 5 Sternen

 

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