Kinder über Kinder…

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Von einem mutigen Hasen, der heimlich auszog, die Welt zu entdecken und das Fürchten zu lernen

Alexandre Chardin und Mylene Rigaudie

Bohem Verlag

erschienen 01/2016

ca. 39 Seiten

Bildquelle: Amazon

 

 

 

Der kleine Hase Filou bekommt allabendlich von seiner Mama Gruselgeschichten erzählt, was nicht dazu führt, dass er sich etwa vor der grßen weiten Welt zu fürchten beginnt… nein: Er möchte Abeneteurer werden und den Gefahren trotzen. Eines Tages zieht er los, baut sich schließlich ein Floß und gelangt auf seiner Reise bis ans Meer, wo er gegen Hochseeungeheuer bestehen muss – und neue Freunde findet.

Die Geschichte eines kleinen Hasen, der die Welt entdeckt und unbemerkt die größten Gefahren übersteht ist für jede Altersgruppe ein Genuss und eine wirkliche Entdeckung. Filou ist mutig, unbedarft und bemerkt so nicht einmal de Ungeheuer, die er auf seinem Weg passiert. Umso spannender für die Kinder, die diese Geschichte vorgelesen bekommen, denn da kann man die ganzen Gefahren entdecken und sich mit fürchten, ob es dem kleinen Held denn nun an den Kragen geht. Gleichzeitig zeigt sie Geschichte aber auch, dass man ohne Vorurteile in die Welt ziehen kann udn so ungewöhnliche neue Freunde findet. Den eigenen (und von seiner Familie vorgegebenen) Horizont überwindet Filou wieder und wieder…

Die Illustrationen vpn Mylene Rigaude sind zauberhaft. Sie sorgen für eine heimelige Atmosphäre, nehmen den Schrecken ihren Schrecken, sind dynamisch und detailiert, sodass man immer was entdecken kann. Filou sieht richtig niedlich aus mit seinen großen Augen und Ohren, die ihm so mancher braten will.

Der Text ist in Reimen gehalten mit einer schönen Sprachmelodie, ein paar mal leider etwas unruhig und unrund, aber immer noch toll zum Vorlesen und für die Kinder zum Auswendig können.

Am schönsten fand ich diese Stelle:

 

„Doch weit und breit kein Ungeheuer,

kein Feind, kein Rom, kein Abenteuer.

Wenn hier nicht bald etwas passiert,

dann wird niemals ein Held aus mir.“

 

Der Clou des Covers offenbart sich, wenn man das Licht ausmacht: Die Krakenarme auf der Front leuchten im Dunkeln. Habe ich auch nur duch Zufall endeckt, sieht aber wunderschön feingliedrig und detailreich aus.

Eine tolle Geschenkidee und ein wunderbares Vorlesebuch für Kindergartenkinder.

 

 

 

Leos wundersame Reise

Pamela Zagarenski

Knesebeck Verlag

erschienen 08/2017

ca. 40 Seiten

Bildquelle: Amazon&Klappentext

 

 

Leo ist nicht nur ein Kuscheltier, er ist Henrys bester Freund! Er ist so real wie ein Baum, eine Wolke, die Sonne, der Mond, die Sterne und der Wind. Als der Stofflöwe bei einem Ausflug in den Wald verloren geht und auch nach langer Suche nicht wieder auftaucht, ist Henry untröstlich, denn Leo wird sich sicher fürchten so einsam im dunklen Wald. Wird der Löwe nach Hause zurückfinden?

Das Besondere an diesem Buch sind die traumhaft anmutenden, fast magischen Illustrationen von Pamela Zagarenski, die wie Bilder aus einer anderen Welt wirken. Dahinter treten die Textabschnitte deutlich zurück und sind nur da, um zu verdeutlichen, dass Henrys Familie nicht begreift, das Leo ein fühlendes Wesen ist und eben nicht nur ein Stofftier. Die Imagination der Kinder wird durch die Bilder angeregt, es gibt immer etwas neues zu entdecken und überall verstecken sich kleine Tiere, die es zu suchen gilt.

Wirklich süß sind die Krönchen, die Leo, Henry und manche Tiere hier tragen – für die Erwachsenen die ganzen Kaffeetassen, die scheinbar wie Unkraut überall aus dem Boden sprießen.

 

Ich kann das magische Potential der Bilder hier mit Worten gar nicht richtig fassen. Das ist eindeutig ein Buch, das man in die Hand nehmen muss um reinzuschauen und sich verzabern zu lassen.

Kleiner Geheimtipp von mir!

 

 

 

Die hässlichen Fünf

Axel Scheffler und Julia Donaldson

Beltz& Gelberg

erschienen 2017

ca. 27 Seiten

Bildquelle&Klappentext: Amazon

 

 

Sie gelten als die die »hässlichen Fünf« der afrikanischen Wildnis: das hässliche Gnu, die scheußliche Hyäne, der kahle Geier, das borstige Warzenschwein und der bucklige Marabu. Bei Julia Donaldson singen und stapfen die hässlichen Fünf glücklich durch die Welt. Denn sie wissen längst, was ihre Kinder gerne rufen: »Ihr fünf seid so schön, seid die Besten der Welt!« Auf jeden Fall wurden sie noch nie so schön gezeichnet wie von Axel Scheffler.

 

Schon der Titel dürfte nicht nur für Kinderohren verlockend klingen: Ein Buch ausgerechnet über die hässlichsten Tiere der afrikanischen Steppe? Jedes für sich hat mit seiner Abscheulichkeit zu kämpfen, wie sie in Versen so schön gespottet wird. Aber – wie auch im richtigen Leben – gibt es meist doch jemanden, der das Los teilt und so entsteht nach einem: „Gesell dich dazu“ eine bunte Truppe der Steppenaußenseiter.

Die Reime gehen leicht von der Zunge, haben fast etwas von einem Liedtext und laden dazu ein, die Geschichte schnell auswendig zu können. Gerade wenn de immer größer werdenen Verienigung der Hässlichen ein neues Mitgleid in den Reihen begrüßt, wiederholt sich der „Refrain“ immer wieder.

Die Illustrationen sind sehr anschaulich und trefffen die Tiere gut. Und auch der Schluss, der hervorhebt, dass selbst die hässlichsten Tier der Welt immer noch jemanden haben, für den sie die Schönsten sind, wird  die kleinen Zuhörer begeistern.

Mich dagegen freut es vor allem, dass man hier 5 Tierarten kennen lernt, die wichtig für das Ökosystem der Steppe sind, auch wenn sie wahrhaftig nicht die hübschesten Lebewesen dieser Erde sind.

Ich wünsche mir aus dieser Reihe noch viele weitere Bände, wie sie am Ende auch vorgeschlagen werden: Die größten Fünf, die kleinsten, die scheuesten …

Und was ich erst beim Verfassen der Rezi herausgefunden habe: Hinter den Erschaffern dieses Bilderbuchs verbirgt sich niemand anderes als das Grüffelo-Team :D.

 

 

 

 

Wo die wilden Kerle wohnen

Maurice Sendak

Diogenes Verlag

erschienen vor langer, langer Zeit

ca. 40 Seiten

Bildquelle: Amazon

 

 

Der wilde Max wird von seiner Mutter ohne Abendessen ins Bett geschickt… doch müde ist er noch lange nicht! Da erscheint ein Schiff, welches in weit weg in das Land wo die wilden Kerle wohnen trägt.

 

Bereits 1963 ist dieser Kinderbuchklassiker erschienen. Im Deutschen umfasst der Text nur 333 Wörter (diese Rezension wird wahrscheinlich länger sein) und allein das zeigt, was der wirkliche Hauptakteur der Geschichte ist. Die Bildkraft, mit der Maurice Sendak sein Abenteuer illustriert.

Das Thema ist ein universelles. Wer war als Kind nicht schon einmal überdreht und wild und wurde dewegen – vielleicht ebenfalls ohne Essen – auf sein Zimmer geschickt. Max erträumt sich daraufhin eine Welt, die von wilden Tierwesen bevölkert ist: den wilden Kerlen – und er wird der wildeste von ihnen.

Der Geschichte wohnt eine Urgewalt inne, gleichzeitig eine traumhafte Bildsprache und die Gewissheit, dass man imer nach Hause zurückkommen kann, wo jemand auf einen wartet und sich um einen kümmert.

Ich habe ebenfalls vor ein paar Jahren die Verfilmung gesehen und gemocht, auch wenn sie natürlich die Bilderbuchgeschichte nur als Keimzelle und Rahmenhandlung nimmt und eine ganz eigene Geschichte erzählt.

Maurice Sendak, geboren 1928 in New York als Kind polnisch-jüdischer Einwanderer, revolutionierte mit Büchern wie ›Wo die wilden Kerle wohnen‹, ›Die Nachtküche‹ und ›Higgelti Piggelti Pop!‹ die Kinderliteratur. Sendak wurde u.a. mit der Caldecott-Medal, dem internationalen Hans-Christian-Andersen-Preis und dem Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis ausgezeichnet. Er starb 2012 in Danbury, Connecticut.

 

 

 

 

 

Seine eigene Farbe

Leo Lionni

Beltz& Gelberg

erschienen 2017

ca. 32 Seiten

Bildquelle&Klappentext: Amazon

 

 

Egal ob Goldfische, Elefanten oder Schweine: alle haben ihre eigene Farbe, nur das Chamäleon nicht.

Es verändert sich von Ort zu Ort: Auf Zitronen ist es gelb, im Heidekraut violett und auf einem Tiger gestreift! Bis es ein anderes Chamäleon trifft – und seinen Platz in der Welt findet.

 

Leo Lionni (190-1999) ist der Grafiker hinter den berühmten Bilderbüchern wie Frederick oder Swimmy. Viele seiner Werke sind preisgekrönt.  Auch dieses hier besticht wieder duch eine Farbepracht und Schlichtheit der Struckturen, die dennoch aussagekräftig bleiben. Auf wenigen Seten schaffen es die Bilder, den leser zu verzaubern und in seinen Bann zu ziehen. Das Thema ist universell: Wie definiere ich meine Individualität, was macht Einsam- oder Zweisamkeit aus?

Das Ende fand ich allerdings etwas schwach.

Frederick mochte ich noch einen Ticken mehr, aber auch das Chamäleon ist liebenswürdg und verdient seine Leserschaft.

 

 

Ganz schön Langweilig

Henrike Wilson

Gerstenberg

erschienen 06/2015

ca. Seiten

Bildquelle&Klappentext: Amazon

 

 

 

 

Ein kleiner Bär trottet durch den Wald und weiß nicht, wohin mit sich. Ihm ist langweilig, niemand hat Zeit, alle sind beschäftigt. Schließlich lässt er sich einfach fallen und tut nichts, absolut nichts. Und obwohl er nichts tut, passiert eine ganze Menge. Nach und nach wird er ruhig und seine Sinne erwachen. Er beginnt, die Geräusche um sich herum wahrzunehmen, er wittert, spürt, sieht und entdeckt immer mehr, was ihn da alles umgibt. Sein Kopf wird frei und seine Neugierde erwacht. Vergnügt und erholt bricht er auf zu seinem nächsten Abenteuer. Henrike Wilson erinnert in intensiven Bildern an den Wert und die Notwendigkeit von langer Weile, von unverplanter, freier Zeit. Sie zu genießen, macht glücklich.

Was mich von diesem Buch überzeugen konnte, sind die wirklich gelungenen Illustrationen. Besonders der Wald wird verwunschen und mysteriös dargestellt. Nebelbänke, düstere Ecken, freier Himmel, Wolkengebilde… immer wieder gelingt es Henrike Wilson das Auge zum Verweilen einzuladen.

 

Müßiggang ist etwas, was man heute nur noch selten erlebt. Diese Geschichte zeig, dass es immer noch möglich sein kann.

Leseempfehlung!

 

 

 

Ludwig I. – König der Schafe

Olivier Tallec

Nord Süd

erschienen 07/2015

40 Seiten

Bildquelle&Klappenetxt: Amazon

 

 

 

Durch einen Windstoß kommt Ludwig das Schaf ganz unverhofft zu einer blauen Krone. Und damit auch zu königlichen Würden. Vorbei sind die Zeiten, in denen Ludwig noch auf der Wiese graste. Jetzt ist er Ludwig I., König der Schafe.
Ludwig nimmt seine Aufgabe ernst. Er benimmt sich in allen Belangen, wie sich ein Herrscher zu benehmen hat. Er lässt die Schafe aufmarschieren und richtet hie und da das Wort an seine Untertanen. Und nur die schönsten Schafe dürfen in seinem Dunstkreis grasen. Doch dann, eines Tages, geschieht etwas. Ein heftiger Sturm fegt übers Land. Und siehe da, aus Ludwig I. wird wieder Ludwig das Schaf. Und am Horizont taucht ein neuer König auf. allerdings ist es diesmal kein Schaf!

 

Ein Schaf als Sonnenkönig? Hierbei handelt es sich eher um ein Bilderbuch für Erwachsene. Kinder werden die Hintergründe gar nicht verstehen können. Die Illustrationen sind hervorragend und zeigen die Ausschweifungen und Dekadenz, in die Ludwig, der olle Schafbock, verfällt, als er durch einen Zufall gekrönt wird. Besonders gefallen mir die Löwenjagd und die Nacht im Wald.

Was mich ebenfalls beeindrukt hat ist, dass auch Themen wie Ausgrenzung und Arroganz sehr treffend gezeigt werden. Zum Schluss droht ein neuer König… und unter dem werden die Schafe wohl nichts zu lachen haben.

Insgesamt finde ich die Botschaft manches Mal jedoch dürftig, die Bilder sind aber Ausgleich genug!

 

 

 

Max will immer küssen!

Martin Baltscheit

Beltz& Gelberg

40 Seiten

Bildquelle&Klappentext: Amazon

 

 

 

Sehr von sich überzeugt, streift Gorilla Max durch den Dschungel und küsst alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist: Ein Krokodil, ein kleines Küken, einen riesigen Elefanten … und keiner ist von Max Küssen begeistert, im Gegenteil. Da wird Max wütend und schreit: „Ja, will denn keiner mehr küssen?“ Es meldet sich ein Tier zu Wort, das Max noch nie gesehen hat und seinen Küssen gar nicht abgeneigt ist …

 

Die Bilder sind wirklich zuckersüß, der Dschungel, Max, die vielen Tiere werden gut getroffen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich die distanzlose Art, die Max umgibt, mag und ob Kinder das Buch verstehen. OK, am Ende heißt es, dass man fragen muss, bevor man jemanden abschlappert, aber mir war das dann doch zu spaß-lastig.

Tolle Illus, aber ansonsten sagt es mir nur mittelmäßig zu.

 

 

 

Der goldene Käfig

Anna Castagloni und Carll Cneut

Bohem press

erschienen 09/2015

48 Seiten

Bildquelle&Klappentext: Amazon

 

 

Für Valentina, die verwöhnte Prinzessin, ist es selbstverständlich, jeden Vogel zu bekommen, den sie nur haben möchte – bis zu dem Tag, an dem sie einen sprechenden Vogel begehrt. Viele Köpfe müssen rollen, bis einer kommt, der weiser ist als alle zuvor und ihr ein Versprechen abverlangt.

Castagnolis dramatisch-poetisches Märchen fasziniert von Angebinn im Dialog mit den intensiven Bildwelten von Carll Cneut. Eine Legende von Macht und Obzession, von Veränderung und Gelduld, die jedem lange im Gedächtnis bleiben wird.

 

Die Geschichte der verwöhnten, narzistischen und grausamen Prinzessin mutet fremd und gleichzeitig fantastisch an. Ich kannte sie bis zu diesem Buch noch nicht, doch wie man hier auch erfährt, gibt es dieses Märchen schon viele Jahre und in vielen Erzählungsweisen. Die poetische Kraft wird besonders duch die Bilder von Carll Cneut erzeugt, der es schafft, dem Märchen ein morbides Leben einzuhauchen. Bildgewaltig, fesselnd schön, grausam, mutig und erschreckend – all diese Beschreibungen treffen auf seine gekonnten Illustrationen hinzu, die mal reduziert, mal überbordernd daherkommen.

Diesen Illustratoren muss man im Auge behalten!

Für einen recht stolzen Preis bekommt man hier ein eindrucksvolles Bilderbuch für Erwachsene.

 

 

 

Herr Eichhorn und der erste Schnee

Sebastian Meschenmoder

Thienemann Verlag

ca. 64 Seiten

Bldquelle& Klappentext: Amazon

 

 

 

Herr Eichhorn ist dieses Jahr wild entschlossen, nicht einzuschlafen, bevor die erste Schneeflocke vom Himmel gefallen ist. Er will unbedingt einmal miterleben, wie wunderschön der Winter ist.
Aber der Winter lässt sich Zeit …

 

Die federleicht anmutenden Bilder, die so gut getroffenen Waldbewohner sind die Stars dieser Geschichte. Drei ungleiche Winterschläfer wollen das erste Mal in ihrem Leben den Schnee kennen lernen und finden auf ihrer Suche ganz unterschiedliche „Kandidaten“.

Beeindruckend ist, wie es den Illustrationen gelingt, das tiefere Wesen des Winterwaldes und seiner Bewohner einzufangen. Farblich abgegrenzt sind mest nur die Tiere, der Rest bleibt blestiftgrau, was die Landschaften nur noch schöner und herausragender macht.

Eine zauberhafte kleine Geschichte!

 

 

 

Alles wird gut – Hab keine Angst, demm Gott ist bei dir

Lysa TerKeurst

Gerth Medien

erschienen 06/2016

32 Seiten

Bildquelle&Klappentext: Amazon

 

 

Für Kinder ist das Leben aufregend und spannend. Immer wieder gibt es Veränderungen – mal kleinere, mal größere. Doch manche davon sind auch mit Ängsten und Sorgen verbunden. Wie können Kinder lernen, dass sie sich in ungewohnten und unsicheren Situationen nicht zu fürchten brauchen? Diese Geschichte möchte dabei helfen. Denn auch der kleine Fuchs und sein Freund, das kleine Samenkorn, erleben Veränderungen. Das passt ihnen gar nicht. Dabei werden sie mit unbekannten Situationen konfrontiert und müssen lernen, mit ihren Ängsten umzugehen …

Diese christliche Kindergeschichte stammt aus Amerika und besticht durch ihre Einfachheit und den schönen Bildern, die sie erschafft. Ganz zu beginn stellt die Autorin auch noch die Entstehungsgeschichte vor, was eine besondere Verbndung schafft. Neben dem christlichen Grundton enthält die Erzählung aber auch noch viele Wahrheiten über Vertrauen, Freundschaft, Angst und deren Überwindung.

Wenn man mit dem christlichen Glauben so gar nichts am Hut hat, ist dieses Buch das falsche, aber ansonsten eine süße Geschichte mit tollen Bildern und einer eindringlichen Botschaft.

 

 

 

 

Der Fuchs und die verlorenen Buchstaben

Pamela Zagarenski

Knesenbeck

erschienen 08/2016

ca. 40 Seiten

Bildquelle&Klappentext: Amazon

 

 

 

Als sich ein kleines Mädchen ein ganz besonderes Buch ausleiht und voller Vorfreude nach Hause läuft?, verliert sie unterwegs alle Buchstaben. Traurig sitzt sie vor den leeren Seiten, als ein Flüstern sie ermutigt, die Worte selbst zu erfinden. So taucht das Mädchen ganz tief ein in die Bilder und ergründet die Geschichten dahinter: die Geschichte vom blauen Bären, vom Elefanten und dem Löwen und ihrer Reise im Boot, vom Zauberer mit den magischen Seifenblasen oder der Eule mit dem goldenen Schlüssel. Wort für Wort, Stunde um Stunde erfindet das Mädchen Geschichten, und was zuerst schwierig erscheint, ist der Beginn einer wunderbaren Fantasiereise. Eine Liebeserklärung an die eigene Vorstellungskraft und die Magie des Geschichtenerzählens!

Magische Illustrationen bebildern eine Geschichte, die Kinder dazu ermutigen soll, ihre eigenen zu erzählen. Was mir erst später beim Betrachten der ganzen Krönchen und Tassen aufgefallen ist: Dies ist die selbe Autorin wie bei Leos einsame Reise! Wobei ich finde, dass die Reise noch weiter entwickelt, noch traumwandlerischer anmutet als diese ältere Geschichte, die trotz allem zauberhaft ist. Füchse fesseln mich ja immer, weswegen das allein schon ein Grund für mich wäre, die Geschichte zu mögen, aber hier wird außerdem noch mit der kreativen Macht von Kindern gespielt.

Für kleine Entdecker ein tolles Buch ab dem Kindergartenalter, aber auch für „ältere“ Semester ein Genuss!

 

 

 

 

 

Der Hund, den Nino nicht hatte

Edward van de Vendel & Anton van Hertbruggen

Bohem Press

erschienen 01/2015

40 Seiten

Bildquelle&Klappentext: Amazon

 

 

 

Nino hatte einen Hund, den er nicht hatte.
Einen Fantasiehund.
Der traute sich alles, er machte alles, er verstand alles!
Eines Tages schenken Ninos Eltern ihm einen richtigen Hund.
Aber traut sich der Hund auch alles?
Macht der Hund auch alles?
Versteht der Hund, was der Fantasiehund verstand?

Eine einfühlsame Geschichte des bekannten niederländischen Autors Edward van de Vendel über die sympatischen Freunde, die so manche Kinder täglich begleiten – ob Hund, heimlicher Zwilling oder welch unsichtbarer Lausbub auch immer.
Anton van Hertbruggen, der damit sein Debut im Bilderbuchmarkt gab, setzte die Erzählung in eindrucksvolle Bilder um, für die er 2014 den renommierten niederländischen Illustratorenpreis, die „Golden Palet“ (Goldene Palette) gewann.

Ebenso war diese Zusammenarbeit nominiert für den Duetschen JugendliteratorPreis.

 

Dieses Buch ist ein Meisterwerk – sowohl Bilder, als auch Geschichte ziehen in den Bann und entführen den Leser. Es erreicht einen auf einer emotionalen Art und Weise, berührt, macht traurig und Mut zugleich. Fantasie kann Rettung sein und dieses Bildebruch zeugt davorn, wie sie unser Leben schöner macht.

 

 

 

Blöde Ziege – dumme Gans: Eine Geschichte von Streit und Versöhnung

Isabel Abedi und Silvio Neuendorf

ars edition

erschienen 2009

ca. 120 Seiten

(c) Verlag

 

 

Diese Bilderbuchgeschichte aus der Hand der von mir sehr geschätzten Isabel Abedi ist von meinem Bruder für ein angeleitetes Angebot im Kindergarten genutzt worden. Die kleine Ziege und Gans sind eigentlich beste Freunde, haben sich im Kindergarten jedoch verkracht und stampfen auf getrennten Wegen wütendd nach Hause, um dne jeweiligen Müttern ihr Leid zu klagen, sich über den anderen zu beschweren, dessen Fehlverhalten hervorzuheben und sich doch nach einer Weile, wenn die Wut verraucht ist, wieder zu vertragen.

Es werden alltägliche Auseinandersetzungen und der Umgang von Streit und Versönung auf originelle Art und Weise dargestellt, denn bei dem Bilderbuch, welches hochkant gelesen wird, ist die Geschichte des einen Tierkindes zuerst abgebildet und wenn man das ganze Buch umdreht und von hinten liest die des anderen Tierkindes. In der Mitte des Buches treffen sich die beiden zur Versöhnung.

Als Arbeitsmaterial eignet sich „Blöde Ziege-dumme Gans“ vor allem für den Kindergarten, jüngere Kinder werden zwar die tollen Illustrationen lieben, aber mit der Botschaft der Geschichte noch nicht viel anfangen können. Insgesamt übt diese Geschichte auch, wie man sich in das Gegenüber herinversetzten kann und dass es immer zwei Erzählseiten eines Konfliktes gibt. Lehrreich und pädagogisch sehr wertvoll!

 

 

 

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