Rezension: Holmes&Ich – Unter Verrätern

 

 

Holmes&Ich – Unter Verrätern

Brittany Cavallaro

dtv

erschienen 04/2017

ca. 352 Seiten

Bildquelle: Amazon

 

 

Teil 2!

Für Jamie stehen spannende Tage an: Charlotte nimmt ihn mit zu ihrer Familie, den berühmten Holmes‘. Zum Wohlfühlen eignet sich Charlottes Verwandschaft nicht gerade und ausgerechnet der Netteste von allen, ihr Onkel Leander, verschwindet spurlos. Natürlich stürzen sich die beiden auf den Fall, auch um die immer wieder aufflackernden Gefühle zueinander zu überspielen. In Berlin soll ihnen ausgerechnet August Moriarty helfen, von seinen Geschwistern für tot geglaubt und Charlottes ehemaliger Schwarm …

 

Auch der zweite Fall für Charlotte Holmes und Jamie Watson konnte mich fesseln und begeistern. Besonders der Gegensatz von fragiler Verletzlichkeit und messerscharfem Verstand, der teilweise zu schonungs- und rücksichtslosen Entscheidungen führt, machen Charlotte zu einer faszinierenden Persönlichkeit. Jamie rundet ihre scharfen Kanten gekonnt ab und ergänzt sie, wo er nur kann. Auch die kleine, zarte Liebesgeschichte zwischen den beiden hat mich berühren können, weil sie wegen Holmes‘ erlittenen Verletzungen so ausweglos erscheint. August war ebenfalls spannend, er war so ganz anders, als ich dachte.

Der Spannungsbogen wurde die ganze Zeit über konstant gehalten, auch wenn mir schon vor der Auflösung der entscheidende Verdacht kam. Das Finale endete mit einem Knall, gerade die letzten Ereignisse waren doch sehr überraschend (und so entgültig…). Der Schreibstil konnte mich überzeugen und brachte sowohl Athmosphäre, als auch Stimmung hervorragend rüber.

In anderen Rezensionen/Lesermeinungen wurde sehr viel darüber diskutiert, ob Drogensucht/Abhängigkeit wie hier im Falle von Charlotte Holmes in einem Jugendbuch dargestellt werden darf. Meine Meinung dazu: Es wird weder verherrlicht, noch sachlich falsch dargestellt, weswegen ich es für angemessen beschrieben halte. Ich persönlich habe den Original-Holmes schon als Kind/sehr junge Jugendliche aus seinen Geschichten kennen gelernt und wusste immer um seine Drogenabhängigkeit. Genie und Wahnsinn liegen leider oft sehr dicht beieinander und auch die Figur Holmes ist mit selbstzerstörerischen Tendenzen angelegt. Das kann, darf und muss auch in einem Jugendbuch dargestellt werden dürfen.

Klare Leseempfehlung von mir!

 

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