Rezension: Auf immer gejagt

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Auf immer gejagt (Königreich der Wälder 1)

Erin Summerhill

Carlsen

erschienen 04/2017

416 Seiten

Bildquelle: Amazon

 

 

Als ihr Vater, ein Kopfgeldjäger des Königs, hinterrücks ermordet wird, bricht für seine Tochter Tessa die Welt zusammen. Nicht nur die Trauer belastet sie, nein, sie muss auch noch Neid und Missgunst der anderen Dorfbewohner fürchten, die sie immer nur aufgrund ihres Vaters geduldet haben. Enes Tages erwischt man sie beim Wilder, worauf das Todesurteil steht, aber ein Lord des Königs macht ihr ein unschlagbares Angebot: Wenn sie den Mörder ihres Vaters findet und eine Verhaftung möglich macht, soll ihr Vergehen vergessen sein. Und dann erfährt Tessa, wen sie da jagen soll: Cohen, den ehemaligen Schüler ihres Vaters und der Mann, den sie heimlich liebt…

 

„Auf immer gejagt“ entführt in tiefe Wälder und wilde Landschaften. Vom Handlungsort und der düsteren Atmosphäre her hätte der Roman nicht besser gelingen können. Ich konnte mich sofort fallen lassen in diese Welt und  Tessas Spurensuche genießen. Das Äußere des Buches fängt das Waldthema wunderbar und sehr elegant auf. Unter dem Schutzumschlag ist das Buch sogar noch schöner – drunter kieken lohnt sich ;-).

Auch die Handlung ist spannend – wenn auch klassisch. Natürlich ahnt man, dass die Dinge anders liegen, als sie zu Beginn zu sein scheinen. Die Jagd fesselt trotzdem und man fragt sich immer, was geschehen wird, wenn Tessa Cohen wirklich findet. Verrät sie ihn und liefert ihn so dem Tod aus? Ihre Gewissensbisse und Zweifel sind anschaulich beschrieben.

Neben der Actionhandlung gibt es auch noch ein Fantasyelement. In der Welt gibt es die so genannten Animistinnen, Frauen, die über Gaben verfügen und Hexen gleich in Tessas Heimatland verfolgt und nach Folter getötet werden. Tessas Mutter war eine dieser Frauen und man ahnt, dass auch Tessas Fähigkeiten über das Normale hinaus gehen. Hier bietet die Geschichte noch viel Raum für die Fortsetzungen, in denen Tessa ihre Gabe erforscht und einsetzt.

Cohen ist ein toller Hauptcharakter, der das Herz am rechten Fleck hat, loyal und freundlich ist. Im Verlauf der Geschichte fand ich seine Seelenzustände aber oftmal so viel besser und differenzierter dargestellt als die Tessas, die gegen so einen männlichen Prota eher blass bleibt.

Der Schreibstil war sehr angenehm und leicht sowie flüssig zu lesen. Die Geschichte konnte mich in ihren Bann ziehen, auch wenn ich bemängeln muss, dass sie oftmals sehr berechenbar war und zum Ende hin ruhig noch besser ausgearbeitet hätte sein können. Da ging es mir einfach viel zu schnell und zu vieles blieb unerwähnt.

Trotzdem allen in allem ein fesselndes Fantasybuch auch für jüngere Leser und ein Blickfang im Buchregal.

2 thoughts on “Rezension: Auf immer gejagt

  1. Hi Lina.

    Auf das Buch habe ich auch ein Auge geworfen. Klingt von der Art her fast ein bisschen wie „Kuss der Lüge“ und das habe ich total gerne gelesen.
    Freu mich also drauf!
    Liebe Grüße

    1. Ich finde aber, dass Der Kuss der Lüge da in einer ganz anderen Liga spielt ;-). Das war – zusammen mit dem Reich der sieben Höfe- eines meiner bisherigen Jahreshighlights!

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