Rezension: Auf Umwegen

 

 

Auf Umwegen

Andrew Smith

Königskinder Verlag

erschienen 10/2015

ca. 336 Seiten

Bildquelle: Amazon

 

 

:I:

Finn Easton bemisst Zeit nicht in Sekunden, sondern in Entfernungen. Außerdem hat er heterochromatische Augen und eine seltsame Narbe auf dem Rücken, seit als Kind ein Pferd vom Himmel fel, seine Mutter erschlug und ihm den Rücken brach. Von seiner Familie überbehütet, versucht sich Finn einzureden, dass er mehr ist als eine Figur in dem erfolgreichen Roman seines Vaters.

Zusamme mit seinem besten Kumpel Cade Herandez, der eine große Klappe und ein Händchen für die Frauen hat, verbringt er ein verrücktes Jahr, in dem er die Liebe findet, sie wieder verliert und sich schließlich auf eine große Reise begibt.

:I:

Ich weiß nicht so recht, was ich mir von diesem Roman erwartet habe. Sicher etwas anderes, als er letzten Endes war: Eine amüsante, kurzweilge, teils saukomisch und urtraurige Coming-out-of-age-Story, die mich aber nicht ganz überzeugt zurück lässt. Die Figuren sind originell und tiefgründig, manche Stoylines einfach nur irre und abstrus, aber wirklich berührend fand ich es dann noch leider nicht immer.

Was dem Autoren aber gelingt ist die Erschaffung eines ganz eigenen Schauplatztes der Geschichte, ein Canyon, in dem sich ein knappes Jahrhundert zuvor eine große Katastrophe ereignete, deren Opfer als Geister immer noch am Ort des Geschehens haften bleiben.

Vielleicht sind es dann doch die vielen kleinen und großen, öffentlichen und ganz privaten, intimen Katastropfen, die die Figuren durchleben müssen, die mir das Buch in Erinnerung halten werden.

Zum Programm „Die blaue Stunde“ passt diese Geschichte deshalb auch perfekt!

:I:

Und jetzt möchte ich selbst „Die Lazarustür“ lesen!

:I:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *