Rezension: Azur – Die Behüterin der Träume

 

 

 

 

Azur – Die Behüterin der Träume

Sabine Schulter

Bod

erschienen 09/2017

ca. 272 Seiten

 

 

 

Teil 3 einer Reihe

Klappentext:

Nachdem Saphirs Diebesgilde auf so spektakuläre Weise gesprengt wurde und Jess endlich ihre Freiheit zurückerlangt hat, hofft sie auf ein friedliches Leben an Cedrics Seite. Doch als manipulierte Traumperlen auf dem Schwarzmarkt auftauchen, muss sie sich erneut einer Aufgabe stellen, die sie an ihre körperlichen Grenzen bringt.

Überraschenderweise reicht ihre Gabe, die so viel stärker ist als der Durchschnitt, nicht aus. Nur Adam, einer ihrer Behüteranwärter, scheint in der Lage zu sein, ihr und Cedric bei dieser neuen Gefahr zu helfen. Genauso wie die neu erwachte Diebesgilde.

 

Eigentlich war Azur als Dilogie geplant – auf Wunsch der vielen Fans hat Sabine Schulter die Geschichte aber um ein spannendes Kapitel erweitert, ein Wiedersehen mit geliebten Charakteren und einen Ausblick auf die Entwicklung der Beziehung von Ced und Jess ermöglicht.

Der Plot der Geschichte ist fesselnd: Jess und die Behüter werden mit einer Entwicklung konfrontiert, die eine große Bedrohung für die Gesellschaft darstellt. Die Erforschung der Gabe, die mit dem Kennenlernen von Jess und Val begonnen hat, wird weiter vorangetrieben.

Jess und Ced sind süß zusammen wie immer, aber man merkt ihnen an, dass sie inzwischen Jahre Zeit hatten, weiter zusammenzuwachsen. Sie wohnen zusammen, lieben sich zutiefst und erlauben es dem anderen, sich wirklich zu öffen. Gerade für Jess ist das nach ihrem früheren Leben und den Erfahrungen, die sie mit ihrem Adoptivvater Saphir machen musste, überlebenswichtig.

Auch war er so schön zu sehen, wie die Behütertruppe aufeinander eingespielt ist. Die Jungs und Jess bekommen die Aufgabe, eine neue Gruppe von Behütern einzuarbeiten, unter ihnen auch die neue Hauptfigur: Adam.

Adam ist ein starker Charakter, gewitzt und eigensinnig, der die Gefahr und den Nervenkitzel viel zu sehr liebt und nur durch seine loyale Freundin zu den Behütern gekommen ist. Dass er die Gabe ebenfalls sehr gut beherrscht, sorgt für allerhand Gesprächsstoff und Potential. Zusammen mit der Diebesgilde, die wieder auf den Plan tritt, gibt es viel, was die Beziehung von Jess auf die Probe stellt und sie an ihre Vergangenheit erinnert.

Was mich aber am meisten gefreut hat ist, dass Julian eine so große Rolle spielt. Ich war ja schon von Beginn an sein größter Fan und es ist einfach toll, wenn man miterlebt, wie eine Figur an sich wächst, erwachsener und mit eine der wichtigsten Mitglieder der Gruppe wird. Mit seiner besonnenen Art ist er ein Ruhepol, trifft überlegte Entscheidungen und wird in dieser Geschichte aber ebenfalls vor eine große Herausforderung gestellt.

Ich liebe das Universum, welches hier von der Autorin erschaffen wurde. Die Welt der Traumdiebe und Behüter ist nur einen kleinen Sprung von der Realität entfernt, sodass man sich fast wünscht, dass vieles daraus Wirklichkeit wäre.

Gleichzeitig ermöglicht dieser dritte Teil es, dass die Autorin immer wieder zu ihrer Traumwelt zurückkehren kann. Ein sehr schöner Abschluss, der alle Optionen offenlässt und ein paar Geschichten anspielt, die ich zu gern weiter entwickelt sehen würde.

 

 

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