Rezension: Bärenbrut

 

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Bei dem rezensierten Buch handelt es sich um ein von mir selbst erworbenes Exemplar.

 

 

 

Bärenbrut

Nora Bendzko

sp

erschienen 08/2017

ca. 135 Seiten als Print

Bildquelle: Nora Bendzko

 

 

 

 

Thorben ist der Sohn des Jägers, der unvermittelt alleine auf der Welt dasteht, als sein Vater von einem Bären auf der Jagd förmlich zerfetzt wird. Traumatisiert flieht er aus seinem Heimatdorf, zieht in den Krieg, überlebt mit knapper Not und kommt schließlich doch zurück in seine alte Heimat. Er scheint ein kleines Stück Frieden gefunden zu haben, letzten Endes aber entkommt er nicht dem Bären, der sein Leben zu begleiten scheint.

 

„Bärenbrut“ ist das dritte Galgenmärchen und wie schon „Kindsräuber“ und „Wolfssucht“ konnte es mich mit seiner düster-schaurigen, unheilsschwangeren Atmosphäre überzeugen. Seelenpein, Dreck, Gewalt – all das vermag Nora Bendzko auf nur wenigen Seiten zu entfesseln, immer mit dem 30jährigen Krieg als drohenden Kulisse im Hintergrund.

„Bärenbrut“ ist eine kurze Novelle, die in mehrere Abschnitte unterteilt ist, sodass man Thorbens gesamtes Leben lang begleiten darf. Schreibstil und Storyline tragen durch die Geschichte, die zu schnell ihrem Ende entgegen naht.

Ein Schmankerl für Fans: Diese Novelle beleuchtet auch die Kindheitsgeschichte einer tragenden Figur aus „Wolfssucht“ – Skandar, der schon im ersten Galgenmärchen eine meiner Lieblinge war.

Die Geschichte lehnt sich an das eher unbekannte Märchen „Der Bärenhäuter“ an, welches mir bis jetzt auch unbekannt war.

Als Prequel ist diese ungewöhnliche Märchenadaption allein schon lesenswert, wer zudem eine düstere Atmosphäre zu schätzen weiß, der isz hier genau richtig.

 

Zuletzt möchte ich noch das ansprechend gestaltete Cover hervorheben, welches sich ausgezeichnet in die Reihe einfügt und ein richtiger Eyecatcher geworden ist.

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