Rezension: Das Fieber

 

WERBUNG
Wegen der enthaltenden Links zu Verlagen und Autoren kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG diesen Beitrag als Werbung.

Bei dem rezensierten Buch handelt es sich um ein von mir selbst erworbenes Exemplar.

 

 

 

Das Fieber

Makiia Lucier

Königskinder Verlag

ca. 368 Seiten

(c) Königskinder Verlag

 

 

 

 

Herbst 1918 : Die Spanische Grippe hat die Welt bereits im Griff. Aber für Cleo ist sie weit weg, sie ist mit sich selbst und ihrer Zukunft beschäftigt: Heiraten, Bohemien werden oder an die Universität? Doch die Gegenwart holt Cleo bald brutal ein. Die Seuche erreicht ihre Heimatstadt: Schulen, Geschäfte, Theater schließen – das öffentliche Leben kommt zum Stillstand. Und die Zahl der Opfer wächst: Nicht Kleinkinder und Alte, sondern vor allem Menschen in der Blüte ihres Lebens sterben. Als das Rote Kreuz freiwillige Helfer sucht, beschließt Cleo, nicht mehr untätig zu sein. Selbst wenn es den Tod bedeuten könnte.

 

Ich habe dieses Königskind wie im Rausch gelesen. Die Spanische Grippe war mir auch schon vorher ien Begriff, aber eher Europa betreffen und daher war die Geschichte der Ausbreitung in Amerika und besonders halt in Portland, welches lange verschont blieb, auch aus diesem Grund sehr interessant. Die historischen Details werden geschickt untergebracht, aber das Herzstück der Geschichte bleiben die Schicksale der Figuren, das ungeheure Leid, die Aufoperungbereitschaft der ehrenamtlichen Helfer, einfach, dass auch ohne Hoffnung immer weiter gemacht wurde und so Leben gerettet wurden.

Die Influenza ist auch heute noch eine todbringende Krankheit, auch wenn die Grippe von 1918 besonders tödlich war. In „Das Fieber“ werden die verschiedenen Ausprägungen beschrieben, sei es die Pneuomnie, das hohe Fieber oder der Blutsturz, der innerhalb kürzester Zeit den Tod bringt.

Die hoffnungslose Atmosphäre der Krankenlazarette, der Dreck, die Trauer werden anschaulich beschrieben, auch dass es Probleme beim Bestatten der vielen Toten gab.

Die Figuren sind einfach nur liebenswert. Sie alle kämpfen aus den unterschiedlichsten Gründen, manche geben auf, manche sterben, aber viele arbeiten bis zur Erschöpfung jeden Tag aufs Neue.

Wir können in diesem Roman eine Entwicklungegeschichte erleben, in der die junge Schülerin Cleo auf sich allein gestellt über sich hinauswächst, allerhand schmerzliche Erfahrungen macht und letzten Endes doch belohnt wird mit einer zweiten Chance – und einer zaghaften, sich anbahnenden Liebe…

Ein beeindruckender Jugendroman, der süchtig macht und unbedingt eine größere Leseschaft verdient!

One thought on “Rezension: Das Fieber

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *