Rezension: Das Lied der Krähen

 

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Bei dem rezensierten Buch handelt es sich um ein von mir selbst erworbenes Exemplar.

 

 

Das Lied der Krähen

Leigh Bardugo

Droemer Knaur

592 Seiten

erschienen 10/2017

(c) Droemer

 

 

Ketterdam – pulsierende Hafenstadt, Handelsmetropole, Tummelplatz zwielichtiger Gestalten: Hier hat sich Kaz Brekker zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren würde, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird dieses Geld den Tod seines Bruders rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen …
Mit fünf Gefährten, die höchst unterschiedliche Motive antreiben, macht Kaz sich auf in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Die sechs Krähen sind professionell, clever, und Kaz fühlt sich jeder Herausforderung gewachsen – außer in Gegenwart der schönen Inej …

 

Ich liebe diese Geschichte – und ich liebe diese sechs Außenseiter! Wenn ich mich für zwei von ihnen entscheiden müsste, könnte ich das gar nicht. Nina und Matthias berühren einen einfach mit ihrer Geschichte, ebenso Kaz, der eine harte Schale um sich gebildet hat und niemanden wirklich nah an sich heranlässt. Auch Wylan mochte ich als Figur und Charakter sehr, sehr gerne. Die Kulisse ist so lebendig, schmutzig und wahrhaftig. Ketterdam entsteht vor den Augen des Lesers als pulsierender Tummelplatz der unterschiedlichen Nationen und Interessen. Hier wird die Legende Kaz Brekker geboren und Kaz ist auch die faszinierenste Figur der Geschichte. Ihn zu ergründen fällt selbst jahrelangen Begleitern schwer. Nur Iney lässt er ein bisschen näher an sich heran. Seine ganze Erscheinung entspricht so gar nicht em typischen Romanhelden, er ist eher ein Anti-Held, ein Krüppel, der sich mit Raffinesse und Gewalt einen Ruf erarbeitet hat. Er ist das Mastermind der Aktion und führt die sechs jungen Menschen an den Rand ihrer Belastbarkeit auf dem Weg zu Ruhm, Rache und jeder Menge Geld.

Nina und Matthias haben eine so schöne und schmerzliche Geschichte, dass ich liebend gerne noch länger bei ihnen verblieben wäre. Hass, Liebe, Leidenschaft, Loyalität und Opferbereitschaft – all das symbolisieren diese beiden für mich.

Der waghalsige Plan und die irrwitzige Mission nehmen ein Ende, dass ich nicht so hinnehmen kann: Ich muss wissen, wie es weiter geht! Leigh Bardugo hat ein Figurenessemble erschaffen, das einen nicht mehr von der Leine lässt, wenn man einmal angebissen hat!

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