Rezension: Der Blackthorne Code. Das Verächtnis des Alchemisten

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9783423761482

 

Der Blackthorne Code – Das Vermächtnis des Alchemisten

Kevin Sands

dvt

erschienen 10/2016

ca.336 Seiten

 

 

 

Christopher Rowe ist Apothekerlehrling mit Leib und Seele: Heiltränke brauchen, Medizin verabreichen und ab und an auch ein bisschen Mist bauchen (z.B. indem man den ausgestopften Bären des Meisters mit einer selbstgebauten Kanone beschießt). Doch Apotheker leben gefährlich. Ein unheimlicher Kult macht Jagd auf sie und so fürchtet Christopher um das Leben seines gütigen Meisters Benedict Blackthorne. Zum Glück kann er sich immer auf seinen besten Freund Tom verlassen, denn in diesen Zeiten ist es gefährlich, Lehrling bei Blackthorne zu sein.

Kevin Sands entführt den Leser in das dreckige, faszinierende England des 17. Jahrhunderts. Die ganze Stadt stinkt zum Himmel, Waisenkinder fristen ihr Dasein auf der Straße und ein erneutes Aufflammen der Pest bedroht die Einwohner. Trotzdem führt Christopher ein sehr beschauliches, glückliches Leben bei seinem Meister: Er lernt gerne, ist fleißig und wird von Blackthorne geschätzt und geliebt wie ein Sohn.

Christopher ist ein sehr angenehmer Buchcharakter. Er ist loyal, neugierig, manchmal leichtsinnig und immer für einen Schabernack gut. Tom steht ihm treu zur Seite und versucht ihn vor dem Schlimmsten zu bewahren. Der Zusammenhalt der Jungen ist wichtig, denn ansonsten gelten die Jugendlichen nicht viel. Ihren Worten schenkt man keinen Glauben und von überall drohen Prügel. Der Apothekerladen Blackthorne ist für beide ein Zuhause, in dem sie dergleichen nicht zu fürchten haben.

Benedict Blackthorne ist ein weiser, älterer Mann mit einer Vorliebe für Bücher aller Art, die sich stapelweise überall in der Wohnung befinden. Als Apotheker gehört er einer geachteten Gilde an und verfügt über allerhand Wissen in sämtlichen Bereichen der Naturwissenschaften. Er fördert und fordert seinen Lehrling, damit dieser einmal in seine Fußstapfen treten kann.

Die Situation, die der Leser vorfindet, ist bedrückend. Apotheker werden gefoltert, anscheinend in einem satanischen Ritual. Der König setzt seinen Bluthund auf diese Vorgänge an, der die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt. Ungewollt wird Christopher in die Morde verwickelt und sieht sich bald alleine auf der Straße stehen. Niemand wird ihm glauben. Gleichzeitig jagt ihn der Kult. Nur mit viel Witz und Köpfchen gelingt es ihm oftmals, davonzukommen. Dabei muss er all das Wissen anwenden, dass er von seinem Meister vermittelt bekommen hat.

Ich liebe diese spannende und wendungsreiche Geschichte. Ein unbedeutender Junge muss sich gegen alle Widerstände behaupten und schafft dies nur, indem er seinen hellen Kopf einsetzt. Gleichzeitig ist die Welt der Apotheker und der Alchemie, die hier angerissen wird, ungemein faszinierend. Immer wieder sind Rätsel eingestreut, die Christopher zu lösen hat. Die Elemente, Latein, verschlüsselte Rezepte… gleichzeitig die Geschichte einer großen Freundschaft. Aufgelockert wird das ganze mit dem Unfug, den die Jungen treiben, ganz, wie es sich für ihr Alter gehört.

Eine runde Geschichte, die mir Freude bereitet hat. Für Fans von Artemis Fowl oder Bartimäus.

Vielen Dank an den Verlag und vorablesen für das Rezensionsexemplar!

 

 

 

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