Rezension: Die Erbin

 

 

 

 

Die Erbin

Simona Ahrnstedt

Lyx

erschienen 10/2015

ca. 605 Seiten

 

 

Natalia ist die Erbin einer der reichsten schwedischen Dynastien, David kommt aus dem Nichts. Sie kämpft um die Anerkennung ihres Vaters, er möchte sich an ihrer Familie rächen. In einer Welt, in der Intrigen und Verrat an der Tagesordnung stehen, begegnen sich zwei Menschen, die auf unterschiedlichen Seiten stehen, aber dennoch Alles füreinander zu bedeuten beginnen. Ist diese Liebe möglich oder muss sie zwangsläufig scheitern? Und kann David seinen Vergeltungsdurst überwinden?

Dieser Roman ist eine Wucht. Schon sein Umfang ist erstaunlich – und die Tatsache, dass die Seiten nur so an einem vorbei fliegen. Auch das Äußere ist attraktiv und vermag der schillernden schwedischen High Society ein Gesicht zu geben (oder eben eine sehr hübsche Rückenansicht). Der Schreibstil nimmt einen sofort gefangen und entführt nicht nur in eine fesselnde Liebesgeschichte entgegen alle Widerstände, sondern auch in das faszinierende Gebiet der Risikokapitalgesellschafften, der elitären Internate und in das Haifischbecken der schwedischen Adelsfamilien.

Natalia ist eine sehr sympathische, relativ normal gebliebene Protagonistin, deren Arbeitseifer und Einsatz bewundernswert sind. David gibt sich nach außen hin unangreifbar und charismatisch-eiskalt, hat aber mit seinen Rachegelüsten und wachsenden Gefühlen für Natalia zu kämpfen. Die Charakterentwicklung(en) in der Geschichte sind ebenso spannend mitzuerleben wie das Auseinanderbrechen der Familie. Auch das Zusammenspiel der Geschwister de la Grip fand ich richtig gut dargestellt. Das Ende macht sofort Lust auf Teil 2, in dem es um Alexander geht.

Ein toller Roman, den ich weiterempfehlen kann. Wer hätte gedacht, dass mich die Finanzgeschäfte so interessieren könnten ;-).

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