Rezension: Die kleine Meerjungfrau

 

 

Die kleine Meerjungfrau

Dirk Steinhöfel

Oetinger Verlag

erschienen 01/2014

ca. 112 Seiten

Bildquelle: Amazon

 

 

 

Das klassische Märchen von Hans Christian Andersen über die jüngste Tochter des Meereskönigs, die kleine Meerjungfrau, bildgewaltig illustriert von Dirk Steinhöfel!

Die kleine Meerjungfrau seht den Tag herbei, an dem sie endlich an die Meeresoberfläche schwimmen darf. Als sie es dann wirklich kann, rettet sie einem Prinzen das Leben, der in einem Unwetter zu ertrinken droht und verliebt sich in ihn. Um bei ihm auf dem Land leben zu dürfen, geht sie einen gefährlichen Deal mit der Meereshexe ein…

Das Märchen ist nicht nur eine (traurige) Liebesgeschichte, sondern handelt von der Sehnsucht nach mehr, nach einer lebendigen Seele und einem Sinn im Leben (und danach). Die klassische Version hat herzlich wenig mit dem Disneymärchen zu tun, ist gewaltvoll und endet tragisch.

Ich finde es immer wieder schön, wenn ich alte Märchen entdecken kann und illustrierte Neuauflagen interessieren mich dabei sehr – wie z.B. auch bei Die Schöne und das Biest.

Die Illustrationen von Dirk Steinhöfel schwanken zwischen grausamer Schönheit und verstörender Hässlichkeit. Manche Bilder begeistern mich, fangen eine traumhafte Stimmung und die Wildheit des Meeres ein, andere wiederum stoßen mich von ihrer geschmacklosen Machart einfach nur ab. Ein Bildband der Extreme! Wer das originale Märchen lesen möchte, findet hier eine interessante Ausgabe, die sehr unterschiedliche Resonanz hervorgebracht hat. Auch ich bin mir immer noch uneins, ob es es meisterhaft oder experimentell (aber gescheitert) nennen soll.

 

 

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