Rezension: Dornen und Rosen

 

 

 

Das Reich der sieben Höfe: Dornen und Rosen

Sarah J. Maas

dvt

erschienen 02/2017

ca. 480 Seiten

 

 

Feyre versucht ihr Möglichstes, um ihre Familie vor dem Hungertod zu bewahren. Dafür wagt sie sich auch tief in die gefährlichen Wälder in der Nähe der Mauer, die die Menschwelt vom Reich der grausamen und mächtigen Fae trennt. Eines Tages tötet sie einen großen Wolf, der in Wirklichkeit ein Fae war und ein grausamen Biest sucht sie in ihrer ärmlichen Hütte heim, um die Lebensschuld einzufordern. Doch statt Feyre zu töten, bietet das bärenartige Ungetüm ihr einen Deal an: Sie muss fortan ihr Leben im Reich der Fae verbringen, dann aber ist ihre Familie sicher. Feyre willigt ein und wird an einen verwunschenen Ort entführt. Dort ist nichts so, wie es auf den ersten Blick erscheint … und als sie beginnt, langsam Vertrauen zu fassen und wieder an so etwas wie Glück zu glauben, droht eine dunkle Macht alles zu zerstören, was ihr nun lieb und teuer geworden ist.

Auf diese Märchenadaption habe ich lange gewartet. Schon bei Erscheinen des engl. Originals fand ich die Geschichte super spannend und faszinierend. Sie hat mich nicht enttäuscht! Der Ort ist athmosphärisch und verwunschen, die Parallelen zum Märchen nicht so deutlich, dass sie stören, aber doch erkennbar. Die Fae sind edle, angsteinflößende und fremde Geschöpfe und Feyre eine tolle Protagonistin, deren eiserner Wille beeindruckt und den leser für sie einnimmt. Nur langsam kann sie sich damit abfinden, dass sie nicht mehr täglich um das Überleben ihrer Familie kämpfen muss. Nur langsam lernt sie wieder, anderen zu vertrauen.

Tamlin und Lucien fand ich ebenfalls einfach nur klasse. Lucien mit seinem feuerroten Haar und der treuen Seele ist ein loyaler Freund. So gerne würde ich mehr von ihm lesen. Tamlin trägt schwer an seiner Bürde, zerbricht fast daran, hat sich aber das Gute in seinem Herzen und einen Rest Stolz und Würde bewahren können.

Die erste Hälfte ist sehr nahe am Original „Die Schöne und das Tier“ – ein Klassiker, den jeder mal gelesen haben sollte (er ist so kurz und als ebook kostenlos erhältlich). Danach wird es freier und die Geschichte nimmt Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen und schafft neue Bezüge, wie z.B. zu Aschenputtel (die Linsen). Diese Überraschungen und andere faszinierende Nebencharaktere füllen die Geschichte mit noch mehr Leben.

Ich habe das Buch innerhalb eines Tages verschlungen, so gefangen war ich von der Handlung und den Figuren!

Eine große Leseempfehlung von mir – lasst euch dieses spannende Abenteuer (und die schöne Liebesgeschichte) nicht entgehen ;-).

One thought on “Rezension: Dornen und Rosen

  1. Hey Lina,

    schön, dass dir das Buch auch so gut gefallen hat wie mir. Anfangs wusste ich ja gar nicht, dass es eine Märchenadaption ist. Umso überraschter war ich und muss sagen, die Autorin hat schlussendlich durchaus ihr eigenes Märchen daraus gemacht. Ich bin sehr neugierig wie es weitergehen wird und wer von allen noch größere Aufmerksamkeit erhält 😉

    Liebe Grüße,
    Ruby

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