Rezension: Dunkle Lilie – Erwachen

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Dunkle Lilie: Erwachen

LUC 

sp

erschienen 01/2016

280 Seiten

 

 

Lilly hat hart an sich gearbeitet, um es zur Schulbesten zu machen. Nun soll sie die Abschlussrede halten, doch dafür muss auch ein Outfit her, dass allen anderen endlich einmal zeigt, dass sie kein Mauerblümchen ist. Doch dann läuft alles schief: Ein einziges Mal handelt sie gegen ihr Gewissen und schon ist der gesamte Sicherheitsdienstes des Kaufhaues hinter ihr her. In letzter Sekunde wird sie gerettet – von einem attraktiven Unbekannten. Alex ist steinreich, selbstbewusst, bestimmend und er hat mächtig Gefallen an der unerfahrenen Lilly gefunden. Fortan setzt er alles daran, sie zu einer (für sie) unmoralischen Abmachung zu überreden …

Dies ist der erste Teil einer Trilogie. Ich habe eine typische BadBoy-trifft-kleine-unerfahrene-Maus-Geschichte erwartet und genau das auch bekommen. Lilly ist meist sehr bestimmt und weiß ganz genau, wohin sie ihr Weg führen soll, doch sobald sie mit Alex zusammen ist, wirkt sie verschreckt, zickig und auch dümmlich. Mag man ihr anfangs diese Unerfahrenheit noch verzeihen, wirkt ihre Wankelmütigkeit zum Schluss einfach nur noch lächerlich. Alex erfüllt das Klischee eines dominanten, erfolgreichen Arschlochs,  der niemanden an sich heranlässt und nur oberflächliche Affären hat. Warum er nun gerade an Lilly so interessiert ist, bleibt ihr und dem Leser meist schleierhaft. Was ich aber mochte ist, dass er mit fast 30 Jahren wenigstens einigermaßen in dem realistischen Alter ist, in dem man schon beruflichen Erfolg haben kann. Interessant fand ich die Szene mit den Masken, da gibt es noch ein Geheimnis, das in den Fortsetzungen aufgeklärt werden muss und das nichts mit einer Hin-und-her-Lovestory zu tun hat. Der Handlungsort war luxuriös, aber unpersönlich, genauso aalglatt, wie Alex fast die ganze Zeit über erscheint. Von der Charakterentwicklung erhoffe ich mir im nächsten Teil noch mehr, hier war sie kaum zu erkennen. Der Schreibstil war meistens angenehm und leicht zu lesen, allerdings manchmal auch holprig und etwas abgehackt.

Insgesamt betrachtet, war „Dunkle Lilie: Erwachen“ kurzweilig, aber wenig überraschend und eher mittelmäßig geschrieben.  Allerdings hat die Geschichte doch noch Potential, von dem ich mir erhoffe, dass es in den anderen beiden Teilen besser ausgeschöpft wird.

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