Doppelrezi: Emilia- Dein Weg zu mir

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Emilia – Dein Weg zu mir 

C.M. Spoerri

Sternensand Verlag

erschienen 05/2016

322 Seiten

 

 

Emilia liebt Parties und ihr sorgenfreies Leben in New York. Doch als ihre Eltern tödlich verunglücken, muss sie sich ihrem Erbe stellen: dem traditionsreichen Weingut in Nappa Valley. Die Verantwortung wächst ihr schnell über den Kopf, immer noch gefangen in der Trauer um ihre Familie. Da reist Alejandro an, ihr Jugendfreund, der sie unterstützen will. Emilia aber kann seine Hilfe nicht annehmen und erschrickt von den Gefühlen, die Alejandro in ihr auszulösen droht.

Der Handlungsort dieses New Adult-Romans ist wirklich traumhaft: ein traditionsreiches Weingut im sonnigen Kalifornien. Der Zauber der harten Arbeit, der den edlen Tropfen entstehen lässt, lässt einen nicht kalt und erinnert mich an den Film „Dem Himmel so nah“. Miguel, der alte Arbeiter, der Emilia so nah ist wie ein Familienangehöriger, passt da wunderbar ins Bild, ebenso Alejandro mit seinem Fleiß, Temperament und Aufopferungswillen. Emilia hingegen ist vor allem zu Beginn ein ziemlich nerviges Möchtegern-Partygirl, das rumzickt und nicht weiß, wie es weitergehen soll. Zu stolz um Hilfe anzunehmen, gerät sie schnell in die falsche Gesellschafft. Ihre Entwicklung war zwar vorhanden, ich hätte sie mir aber langsamer gewünscht, damit sie auch realistischer und bleibender rüberkommen könnte. So ändert sie sich im Finale so plötzlich, dass es überstürzt wirkt und weniger aufrichtig bzw. nicht wirklich erwachsen.  Ich hätte nicht gedacht, dass die Protagonistin so eine Zicke ist. Auch wenn man ihre Angst und Trauer nachvollziehen kann, reagiert sie über und wirkt dadurch wenig liebenswert.  Dann aber ist sie auch beflissen und möchte das Erbe ihrer Eltern um jeden Preis erhalten – so mochte ich sie.

Der Schreibstil ist flüssig und einfach gehalten. Wer einen typischen New Adult-Roman vor traumhafter Kulisse sucht, wird hier bedient. Für zwischendurch eine nette Geschichte, die mir aber dann doch oft zu oberflächlich war.

 

Annik-Tabeas Meinung:

Emilia ist ein Partygirl und war seit 5 Jahren nicht mehr auf dem Weingut ihrer Eltern, wo sie aufgewachsen ist. Doch als ihre Eltern durch einen Autounfall sterben, muss Emilia notgedrungen nach Hause zurückkehren und die Leitung des Guts übernehmen. Leider hat Emilia keine Erfahrung in der Buchhaltung und ist am Verzweifeln. Sie fühlt sich überfordert und zweifelt an ihren Fähigkeiten. Bei einem Abendkurs lernt sie den gutaussehenden Armado kennen, der ihr sogleich Avancen macht. Doch da ist auch noch ihr Jugendfreund Alejandro, der Emilias Herz höher schlagen lässt…

Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Emilia und Alejandro erzählt, was einen Einblick in die Gedanken und Gefühle der Beiden ermöglicht. Angesiedelt ist die Story im wunderschönen Kalifornien. Die Atmosphäre in den Weinbergen wird sehr liebevoll und detailliert beschrieben.

Mit Emilia wurde ich nicht so richtig warm. Sie ist doch sehr zickig und behandelt Alejandro, der ihr nur helfen möchte, sehr rüde und abweisend. Ich konnte auch nicht ganz nachvollziehen, was denn so schlimm daran sein sollte mit Alejandro zusammen zukommen. Nur weil er so heftige Gefühle in ihr auslöst, muss sie nicht so schlechte Entscheidungen treffen und ihn so rüde abweisen. Miguel, die gute Seele des Guts, mochte ich hingegen sofort, ebenso wie Alejandro mit seinem Temperament und Fleiss.

Insgesamt ist in dem Buch doch sehr wenig passiert. Die meiste Zeit ging es darum, dass Emilia und Alejandro sich selbst sagen, dass zwischen ihnen niemals etwas laufen darf, obwohl sie sich stark zueinander hingezogen fühlen. Dann noch ein bisschen Rivalität mit Armado, der nur an einer Affäre mit Emilia interessiert ist und ein Wettbewerb, der Alejandro ins ferne Europa lockt und fertig ist die Geschichte. Es wirkte doch eher oberflächig und kurzweilig. Ein nettes Büchlein für zwischendurch, aber auch nicht mehr.

3 von 5 Sternen

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