Rezension: Etta und Otto und Russell und James

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Etta und Otto und Russell und James

Emma Hooper

Droemer Verlag

erschienen 09/2015

ca. 336 Seiten

Bildquelle: Amazon

 

 

Etta beschließt mit über achtzig Jahren, dass sie einmal in ihrem Leben das Meer sehen möchte und zieht eines Tages einfach los. Zurück bleiben ihr Mann Otto und Russell, ein guter Freund. Während Otto Etta ziehen lässt, reist Russell ihr besorgt nach. Auf ihrer Wanderung queer durch Kanada begegnet Etta vielen Menschen und hat in dem Kojoten James bald einen treuen Begleiter an ihrer Seite. Getrennt von einander durchleben alle drei Erinnerungen an damals, als ihr gemeinsames Leben begann und welche Schicksalsschläge es prägten.

Auf den ersten Blick erscheint diese kurze Geschichte recht unscheinbar, mit den Seiten entsteht aber ein solcher Sog, der einen das Leben der drei alten Freunde hautnah miterleben lässt und einen am Ende des Weges voller Erstaunen und Dankbarkeit zurück lässt. Etta verliert sich auf dem Weg immer wieder und irrt doch unablässig in Richtung Meer, Russell tut endlich einmal etwas für sich und Otto daheim beginnt wieder seiner Etta zu schreiben, wie er es wahrscheinlich zuletzt als Soldat im zweiten Weltkrieg getan hatte. Vom Mikrkosmos des einfachen, ländlichen Lebens, das die Figuren geführt haben, wird dem Leser Schicht für Schicht eine ganze Lebensspanne offenbart, die entscheidend die Geschicke der Protagonisten lenkte.

In mir hat diese bezaubernde Geschichte etwas zum Klingen gebracht. Für mich eines der besten Leseerlebnisse des Jahres!

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