Rezension: Evolution – Die Stadt der Überlebenden

 

Okay, ich gebe es zu: Das Cover war das erste, was mir hier ins Auge gefallen hat. Außerdem bin ich ein großer Fan von „Das verbotene Eden“. Wobei es da erstaunlich lange gedauert hat, bis ich kapiert habe, dass das in der Eifel spielt 🙂 .

Hier erwartet den Leser wieder eine Trilogie für ein eher jüngeres Publikum, wie schon bei  den “ Chroniken der Weltensucher“.

 

60167-0_Thiemeyer_Evolution_Vfin.inddEvolution – Die Stadt der Überlebenden

Thomas Thiemeyer

Arena Verlag

erschienen 07/2016

  1. 360 Seiten

Lesealter: ab 12 Jahren

 

 

 

Ahnungslos reisen Jem und Lucie zusammen mit einer Austauschgruppe in die USA, wo sie die nächsten 10 Monate in ihren Gastfamilien leben sollen. Doch mitten über dem Atlantik geht Seltsames vor sich und als das Flugzeug wenig später in Denver zwischenlanden muss, ist die Welt nicht mehr so, wie sie einmal war. Verlassen und von Pflanzen überwuchert liegt das Terminal vor den Passagieren, wilde und fremdartige Tiere greifen grundlos an und nirgendwo findet sich eine Menschenseele. Eine kleine Gruppe macht sich auf einen verhängnisvollen Erkundungstrip.

Empfohlen wird dieser SiFi-angehauchte Abenteuerroman ab einem Lesealter von 12 Jahren. Es ist auch eher für junge Leser konzipiert. Wenn man das weiß und keine anderen Erwartungen an die Geschichte hat, erwartet einen ein kurzweiliger und spannender Ausflug in eine Zukunftsvision, in der die großen Städte verlassen und wieder von der Natur eingenommen wurden.

Die jugendlichen Protagonisten sind alle so um die 15-16 Jahre alt und verhalten sich dementsprechend. Ein bisschen konstruiert und klischeehaft wirkt die Auswahl an unterschiedlichen Typen, die hier zusammengestellt wird: der Macho, der Computer-Nerd, Jem als ehemaliger Kleinkrimineller, dem schon mal das Temperament durchgeht… Auch der erwachsenen Begleiter wird sich relativ schnell und schmerzlos entledigt. Trotzdem bleibt die Geschichte immer spannend und ein echter Pageturner. Man entdeckt die fremde Welt mit ihren neuartigen Spezies, die nur noch entfernt an die bekannten Tierarten erinnern und ist fasziniert von der Vielfältigkeit dieses Weltentwurfs. Ein ganz neuer Kosmos tut sich vor einem auf und weckt Erinnerungen an andere Bücher wie z.B. den Schwarm, Micro, Die vergessene Welt, Reise zum Mittelpunkt der Erde.

Einige von euch werden sicher Thomas Thiemeyers „Das verbotene Eden“-Trilogie kennen. „Evolution“ richtet sich an jüngere Leser, weist nicht so eine detaillierte Brutalität auf, und legt das Hauptaugenmerk eher auf Abenteuer& Entdeckungen. Aber ich musste schon ein wenig schmunzeln, als Lucie beim Landeanflug auf den Denver International Airport folgendes bemerkt:

„Keine Lichter“, murmelte sie. „ Wie ein Garten Eden.“

Angelegt auf drei Teile wird hier erst einmal die Ankunft der Jugendliche in der neuen Welt beschrieben und ihre Suche nach Antworten, wie es zu einer Katastrophe kommen konnte, die anscheinend die Menschheit vom Antlitz der Erde getilgt hat. Eine tiefgründige Auseinandersetzung mit den Charakteren findet (noch) nicht statt, was aber relativ unbemerkt bleibt, weil die ständige Bedrohung für ausreichend Abwechslung und Spannung sorgt.

Auch werden wissenschaftliche Details und neuere Ereignisse gekonnt und fesselnd mit einbezogen.

Für mich ein lesenswerter, spannender Abenteuerroman für ein eher jüngeres Publikum, das durch eine faszinierende Welt und viel Action Lust und Laune auf die Fortsetzung macht.

2 thoughts on “Rezension: Evolution – Die Stadt der Überlebenden

  1. Huhu Lina,
    gerade die Charakterauswahl spricht mich gerade total an. Wenn vielleicht auch klischeehaft, so sorgen solch unterschiedliche Protagonisten meist doch für die nötige Spannung und für die Konflikte, die eine Geschichte braucht. Wenig Brutalität, dafür mehr Abenteuer klingt auch sehr interessant.
    Schöne Rezension :o)

    Ganz liebe Grüße Tanja :o)

    1. Ich lese solche Storys auch super gerne zwischendurch, das ist halt wie Fernsehen :-). Und ich finde das Cover so klasse, es passt perfekt zum Buch!
      Liebe Grüße, Lina

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