Rezension: Freud ist an allem schuld

 

 

 

Freud ist an allem schuld

Paolo Genovese

btb Verlag

erschienen 03/2017

ca. 320 Seiten

Bildquelle: Amazon

 

 

 

 

Klappenetxt:

»Die am weitesten verbreitete Krankheit der Welt ist die Liebe.« Der Mann, der das sagt, muss es wissen: Francesco, alleinerziehender Vater von drei Töchtern, ist Paartherapeut. Und Fallbeispiele hat er in der Familie genug. Tochter Sara fühlt sich in ihren lesbischen Beziehungen gescheitert und sieht nur eine Lösung: hetero werden. Schwester Marta, Buchhändlerin mit romantischen Idealen, verliebt sich in einen Gehörlosen, der ihr Opernlibretti aus dem Laden stiehlt. Nur Emma scheint solide – wäre sie nicht noch Schülerin und ihre große Liebe Alessandro ein 50-jähriger verheirateter Architekt. Aber da hat Francesco den perfekten Plan: Er will Alessandros Ehe mit einer Therapie wieder kitten. Bis sich herausstellt, dass Alessandros Frau Claudia die unbekannte Schöne ist, die Francesco selbst heimlich verehrt …

 

Was ich direkt zu Beginn sagen möchte: Ich war am Ende doch überrascht, wie differenziert die Lebenswege der verschiedenen Figuren bleiben und dass  es eben nicht für jeden das puderrosa Happy End gibt. Auch Francescos eigene Hilflosigkeit, wenn es um seine Töchter geht, wird sehr gut ausgedrückt.

Der Schreibstil ist flüssig und anggenehm zu lesen, es werden einge Emotionen übertragen und der Leser dürfte gut unterhalten sein. Als Komödie ist die Geschichte schon lesenswert und kurzweilig, aber nicht allzu tiefgründig. Einen bleibenden Eindruck hat sie ebenfalls nicht wirklich hinterlassen können.

Das Cover spricht mich persönlich nicht so sehr an und ist recht schlicht/ sagt nichts über die Geschichte aus, da fand ich den Klappentext schon packender.

Die Figuren sind liebevoll dargestellt, vor allem ihre Ecken und Kanten (und zahlreichen Macken). Ihre Entwicklung wurde glaubhaft dargestellt, bei manchen aber recht kurz abgehandelt.

Insgesamt ist „Freud ist an allem schuld“ ein unterhaltsamer Unterhaltungsroman, der kurzweilig für Entspannung sorgt, ohne allzu tief zu schürfen und der vor allem durch seine Vielnahl an interessanten Figuren und deren Beziehungen untereinander zu fesseln vermag.

 

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *