Rezension: I.Q.

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I.Q.

Joe Ide

Suhrkamp

erschienen 11/2016

ca. 388 Seiten

 

 

 

I.Q. ist ein ganz besonderer Thriller, eben anders, als alles, was vor ihm war.
Innovativ, rasant und spitzbübig stellt uns Joe Ide eine neue Art von Detektiv vor: Das Superhirn Isaiah Quintabe, das zusammen mit seinem alten Komplizen Dodson den Mordanschlag auf einen durchgeknallten Rapper aufklären soll.

Das dieser Thriller anders ist, war mir schon nach der Leseprobe klar. Wie anders er tatsächlich ist, sollte ich aber noch herausfinden.
I.Q. ist ein ruhiger, bescheidener junger Mann, der schon lange für sich selber sorgt und mit seinen detektivischen Fähigkeiten den kleinen Leuten Gerechtigkeit zukommen lässt. Egal, ob es um geraubte Hochzeitsgeschenke oder verlegten Schmuck geht, er findet immer eine Lösung. Doch er trägt auch eine große Schuld mit sich herum. I.Q. ist ein vielschichtiger und tiefer Charakter, der einem sofort sympathisch ist. Man bewundert  seine Beherrschtheit, umso mehr, wenn er sie mal verliert und dann einfach nur sauer auf sich selbst ist. Sein alter Kumpel Dodson kommt wie ein ziemlicher Blender und Lackaffe daher, bei dem der Leser sich ehrlich fragt, wie der die ganzen Gangkriege überleben konnte. Aber auch in ihm steckt ein ehrenwerter Kern, der umso mehr anrührt, wenn er unvermutet mal an die Oberfläche tritt. Der Fall bedient viele Klischees, die man so mit der Rap-Szene verbindet. Was mich hier fasziniert hat, ist die Art und Weise, wie der Rapper Cal um die Ecke gebracht werden soll. Perfide, grausam, genial. Schon allein wegen dieser „Mordwaffe“ hat sich die Lektüre gelohnt. Es wird noch faszinierender, wenn es I.Q. gelingt, denn angeheuerten Killer durch eben diese Waffe ausfindig zu machen.
Ein Thriller für jeden, der das ungewöhnliche schätzt und sich nicht von dem Gangsta-Slang abhalten lässt.

 

Mein Dank gilt dem Verlag und vorablesen für das Rezensionsexemplar!

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