Rezension: Keep me safe

WERBUNG
Wegen der enthaltenden Links zu Verlagen und Autoren kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG diesen Beitrag als Werbung.

 

Kennt ihr das Gefühl, dass eine Geschichte so fesselnd ist, dass man sie unmöglich zur Seite legen kann? Wegen der man sich die Nacht um die Ohren schlägt? Nach langer Zeit habe ich solch ein Buch mal wieder gefunden – und atemlos gelesen…

9783473584932_1472630785000_xxl

 

Keep me safe

Sarah Alderson

Ravensburger Verlag

erschienen 08/2016

ca. 384 Seiten

 

 

 

 

Jeder weiß, durch welche Hölle Nic schon gehen musste: Als einzige Überlebende der Cooper-Morde erlebte die Jugendliche die mediale Sensationslust, stand im Zentrum der Aufmerksamkeit und musste erleben, wie die Täter vor Gericht freigesprochen wurden. Seitdem ist die Angst in ständiger Begleiter, auch in New York, wo sie sich ein neues Leben aufzubauen versucht. Aber ihr schlimmster Albtraum kehrt zurück, als jemand in ihre Wohnung eindringt. Fortan befindet sich Nic auf der Flucht, unterstützt nur von dem jungen Hacker Finn. Vom ersten Moment an knistert es zwischen ihnen, doch beide haben gute Gründe, ihre Gefühle zu verbergen.

In diesem wunderbar spannenden und fesselnd erzählten YA-Roman erfahren wir die Geschehnisse abwechselnd aus der Sicht von Nic und Finn, zwei junge Menschen, die in ihrem Leben schon so manche Tragödie hinnehmen mussten. Beide haben mächtige Mauern um ihr Innerstes errichtet, die nun ins Wanken geraten, da sie auf ein Gegenüber treffen, dass hinter die Fassade sehen kann.

Nic hat den Mord an ihrer Familie hautnah miterlebt, ist davon noch immer traumatisiert und vertraut keinem anderen Menschen, vor allem nicht, weil ihre damaligen Freunde ihr Privatleben während des Prozesses an die Presse verkauften. Selbst  von ihrem Stiefvater kapselt sie sich ab, einzig und allein ihre Bordeaux-Dogge Goz gibt ihr Sicherheit. Ihre verletzte Seele bewegt den Leser, lässt ihn aber auch mitfühlend anerkennen, welche Mühen Nic auf sich nimmt, ein einigermaßen geordnetes Leben zu führen und ihren Dämonen und wiederkehrenden Albträumen zu entkommen.

Finn ist ein genialer Hacker, der mit nicht immer legalen Mitteln gegen Internetkriminalität vorgeht. Durch einen Fehler, den er sich immer noch vorhält, wurde er aus dem Ausbildungsprogramm des FBI geworfen. Seine ehemalige Mentorin lädt Nic bei ihm ab, er soll auf sie aufpassen und sie beschützen, ist aber auch berührt von ihrer Verletzlichkeit.

Der Spannungsbogen wird kontinuierlich aufrecht gehalten und lässt einen atemlos immer weiter lesen. Schon die ersten Seiten nehmen einen gefangen. Die Gefahr ist real und absolut authentisch dargestellt, Menschen werden verletzt und kommen um- und dazwischen muss Finn nicht nur Nic in Sicherheit bringen, sondern auch noch versuchen, die Hintergründe der Taten aufzuklären.

Die emotionale Seite des Romans ist ebenfalls sehr einfühlsam ausgestaltet. Man spürt die Verunsicherung und Angst bei beiden, sich auf einen anderen Menschen einzulassen und zu vertrauen. Gleichzeitig können sie nur zusammen aus diesem Schlamassel wieder heil herauskommen.

Flucht, Verfolgung und schließlich das packende Finale werden gekonnt in Szene gesetzt. Zum Schluss geht es noch einmal richtig spannend zur Sache.

Mir hat außerdem gefallen, wie die Autorin die Überlebensschuld thematisiert. Nic macht sich all die Jahre Vorwürfe, weil sie ihre Mutter und Stiefschwester nicht retten konnte, sondern sich feige vor den Mördern im Bad versteckte (und nur dadurch überlebte). Zum Schluss lässt die Autorin sie aber erkennen:

Manchmal können wir andere Menschen retten, manchmal nur uns selbst. Aber gelegentlich retten wir dadurch, dass wir andere retten, unverhofft auch uns selbst.

Eine absolute Leseempfehlung von mir!

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.


Was mir erst auffiel, als Keep me safe bei mir ankam: Ich habe bereits eine heiß geliebte Dilogie von Sarah Alderson in meinem Regal stehen! Diese berührende Fantasy-Geschichte konnte mich ebenfalls verzaubern. Nun muss nur noch Die Bucht bei mir einziehen 🙂

img_2775

 

One thought on “Rezension: Keep me safe

  1. Huhu Lina,
    das Buch klingt aber richtig interessant. Spannend, fesselnd und auch mit dem Hauch einer Liebesgeschichte (?) Ich glaube das ist was für mich. Das muss ich mir gleich mal notieren. Klasse Rezension,die einen gelungenen Einblick in die Geschichte vermittelt!
    Ganz liebe Grüße Tanja

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *