Rezension: Kleider machen Leute

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Kleider machen Leute

Gottfried Keller

erschienen 1874

urheberrechtsfrei

Bildquelle: Amazon

 

 

 

Zum Inhalt der Geschichte brauche ich vermutlich nicht viel sagen: Ein junger und armer Schneider wird wegen seiner sorgfältigen Kleidung für einen Edelmann gehalten und verstrickt sich alsbald in einem Geflecht aus unverschuldeten Annahmen und Vorurteilen.

Die meisten von uns werden diese Novelle als Schullektüre gelesen haben (müssen) – ich fand sie damals schrecklich. Umso schöner, dass sie wunderbar zum diesmonatigen Thema der #panemchallenge17 passt und auch noch kostenfrei als urheberrechtsfreie Ausgabe zu erhalten war. Mein altes Schulexemplar hätte doch nur ungute Erinnerungen hervorgerufen.

Jetzt konnte ich die Geschichte beinahe genießen ;-). Es ist amüsant, wenn man miterleben darf, wie es zu den ersten falschen Annahmen der Leute kommt und wie sie sich fortan alles in ihren Köpfen so zurecht legen, damit es zu ihrer Geschichte passt. Der junge Wenzel ist in seiner schüchternen Unbeholfenheit schon niedlich, kann aber auch seine Vorteile aus den Vorurteilen der Dorfbewohner ziehen.

Jeder, der – wie ich- diese Novelle gehasst hat, sollte mit ein paar Jahren Abstand noch einmal die Seiten aufschlagen und diesen Klassiker neu für sich entdecken. Ich habe es nicht berreut.

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