Rezension: Lieber Daddy-Long-Legs

 

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Bei dem rezensierten Buch handelt es sich um ein von mir selbst erworbenes Exemplar.

 

 

 

Lieber Daddy-Long-Legs

Jean Webster

Königskinder Verlag

erschienen 10/2017

256 Seiten

(c) KöKi-Verlag

 

 

 

 

 

Klappentext:

Fast 18 Jahre hat Judy Abbott im Waisenhaus gelebt. Wegen ihrer literarischen Begabung wird sie nun von einem geheimnisvollen Wohltäter aufs College geschickt. Der Mann möchte namenlos bleiben, Judy soll ihm aber jeden Monat einen Brief über ihre Fortschritte schreiben. Voller Begeisterung stürzt sich Judy in dieses unbekannte Leben. Mehr als einmal im Monat schreibt sie „Mr Smith“, denn sie hat ja sonst niemanden auf der Welt, mit dem sie ihre Erlebnisse teilen kann. Briefe voller Witz, über Hüte und Literatur, über neue Freundschaften und immer öfter auch über den sympathischen Jervis Pendleton.

 

Dieser Briefroman ist etwas ganz Besonderes: Voller Leben und Lebensfreude berichtet Jerusha Abbott gewitzt, ironisch, zweifelnd über ihre Erlebnisse und Erfolge während des Studiums an den unbekannten Gönner, der ihr ebendieses ermöglicht. Ihre Unerfahrenheit und abgeschieden verbrachte Kindheit sind oft ein Grund, warum sie unwissender ist als die Mitstudentinnen aus wohlhabenen Familien, aber Judy setzt all ihre Intelligenz und ihren Ergeiz daran, dies aufzuwiegen. Es ist so rührend, wie sie die Romane entdeckt, die zu lesen sie nie die Möglichkeit hatte – oder wie sie sich zum ersten Mal verliebt.

Manche Leser empfinden den Roman als langatmig, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Die Sprache, die Leidenschaft, der Mut, der aus den Zeilen spricht, ermöglichen ein Leseerlebnis, welches mich nachhaltig beeindruckt und beschäftigt hat …und genau das sollen Geschichten doch schaffen, oder?

Man lebt, liebt und leidet mit Judy.

Ein wahres Sehnsuchtsbuch und eine großartige (Neu)Entdeckung eines fast vergessenen Klassikers.

 

 

 

 

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