Rezension: Lisbetta 1&2

 

 

 

 

Das Spiel des Grafen

Tanja Penninger

Dark Diamonds

erschienen 12/16

311 Seiten

Bildquelle: https://www.amazon.de/Das-Spiel-Grafen-Lisbetta-1-ebook/dp/B01MYT4VXX/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1489681692&sr=1-2&keywords=lisbetta

 

 

An der Seite ihrer Herrin und besten Freundin Marjan gelangt Lisbetta an den Grafenhof Eckstein. Die blutjunge Marjan soll den Grafen ehelichen, ihm einen Erben schenken. Doch der Graf ist aufbrausend und jähzornig. Alle in der Grafschaft fürchten sich vor ihm. Während sich Marjan bald einem jüngeren Geliebten zuwendet, versucht Lisbetta hinter das Geheimnis der von Ecksteins zu kommen. Steht die Familie wirklich mit dem Bösen im Bunde? Als eine Mordserie das Dorf erschüttert, spitzen sich die Ereignisse zu. Lisbetta glaubt nicht an die Schuld des Grafen, gelingt es ihr doch immer öfter, Leben in seine vormals toten Augen zu bringen …

„Das Spiel des Grafen“ ist für mich neben „Melody of Eden“ ein weiteres Highlight aus dem Dark Diamonds-Programm. Die bescheidene, loyale und fleißige Lisbetta ist ein warmherziger Charakter, kann aber auch das tun, was notwendig ist. Die Atmosphäre ist düster, teils brutal und beängstigend und erinnert mich auf wunderbare Art und Weise an die englischen Klassiker. Der Graf ist unnahbar und unberechenbar, fast wie ein Mr. Rochester. Seine Brutalität schreckte mich aber oft ab und wurde auch nicht gut genug aufgeklärt.

Die Handlung ist in den Grundzügen zu erahnen, schreitet aber ausweglos voran, sodass man das Unglück schon von Weitem nahen sieht. Die Beziehung zwischen Lisbetta und dem Grafen wird schön langsam aufgebaut und immer stärker.

Das Fantasyelement konnte mich faszinieren, ebenso die ärmliche, karge Gegend mit ihren verlassenen Wäldern und sterbenden Dörfern.

Wer es düster-romantisch mit einem historischen Hintergrund und dazu auch noch Fantasy mag, der wird hier auf seine Kosten kommen.

 

 

 

 

Das Herz des Grafen (Lisbetta2)

Tanja Penninger

erschienen 01/2017

Dark Diamonds

ca. 372 Seiten

Bildquelle: https://www.amazon.de/Das-Herz-Grafen-Lisbetta-2-ebook/dp/B01MY485RV/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1489681692&sr=1-1&keywords=lisbetta

 

 

Lisbetta kommt dem Grafen immer näher – und doch scheint er unerreichbar wie eh und jäh. Während Marjan sich ins Unglück stürzt, durchlebt Lisbetta ein Wechselbad der Gefühle und entdeckt eine ganz neue Gabe an sich. Das Geheimnis um ihre Herkunft wird offenbart und neue Zeiten brechen im Land an.

Der zweite Lisbetta-Band konnte mich leider nicht von sich überzeugen. Die erste Hälfte gefiel mir sehr gut, hatte den Charme des Vorgängers, aber danach verliert sich die Geschichte immer mehr. Zu viele Dinge werden angeschnitten, zu viel passiert und entwickelt sich weiter. Die persönliche Entwicklung der Figuren kommt mir dabei zu kurz, zu schnell werden die Jahre abgehandelt. Manches Mal kam mir Lisbetta geradezu weinerlich und naiv vor, obwohl sie doch nun erwachsen und Mutter ist. Vieles, was ich an Band 1 mochte, geht hier verloren. Die Drachen fand ich wunderschön und faszinierend – ich hätte gerne noch mehr über sie erfahren. Leider geht es viel zu schnell um die Konflikte und die technologische Weiterentwicklung der Welt.

Insgesamt hat mich „Das Herz des Grafen“ also eher enttäuscht. Der Graf wurde zu oft als Greis dargestellt, seine Brutalität nie wirklich erklärt oder reflektiert und Lisbetta war mir teils echt unsympathisch.

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