Rezension: Lovely Bad Boy

 

 

 

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Lovely Bad Boy

Amy M. Soul

erschienen 10/2015

selfpublished

ca. 170 Seiten

 

 

Was für ein Glück für Sara, dass sie ihre Arbeit in einem angesagten Club behalten kann, als allen anderen Angestellten gekündigt wird. Ihr neuer Chef ist aber ausgerechnet Sam, der beste Freund ihres Mitbewohners und guten Freundes Jonas, der nach ein paar Jahren aus den USA zurück nach Deutschland zieht. Und nicht nur das: Sam verhält sich von der ersten Sekunde an sehr wechselhaft ihr gegenüber, mal flirtet er mit Sara, mal lässt er so richtig das Arschloch raushängen. Doch da ist etwas zwischen ihnen, und Sara setzt alles daran, herauszufinden, was Sam vor ihr und den anderen Menschen in seiner Umgebung verbirgt. Vielleicht weiß Jonas mehr? Doch auch der verhält sich plötzlich ganz anders ihr gegenüber.
Was ist bloß mit den Männern los? Oder bildet Sara sich alles nur ein?
Warum hat Jonas Sam vorher nie erwähnt, obwohl er doch sein bester Freund sein soll? Je mehr Sam und Sara sich näherkommen, desto tiefer dringt sie in das Geheimnis vor, dass diesen attraktiven Bad Boy umgibt.

Lovely Bad Boy ist ein herrlich kurzweiliges Lesevergnügen für jeden, der Figuren mag, die nicht auf den Mund gefallen sind.

Sara ist eine selbstbewusste Protagonistin, die mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg hält und deswegen auch in so manches Fettnäpfchen tritt. Ihr loses Mundwerk bringt sie in die ein oder andere peinliche Situation. Zu Beginn der Geschichte läuft eigentlich alles super bei ihr, zwar hat sie einen recht schwierigen Chef, doch ansonsten ist in ihrem Leben eigentlich alle sin Ordnung. Sam wirbelt dann allerhand durcheinander.

Sam, ihr neuer Chef und überraschenderweise auch Jonas lang verschollener bester Freund, übernimmt den Club mit einer mühelosen Souveränität, die erkennen lässt, dass er von seinem Handwerk etwas versteht. Zwar ist er manches mal sehr schroff, vorlaut und brutal ehrlich, doch erkennt man schnell, dass auch in ihm ein sehr weicher Kern zu finden ist und er in der Vergangenheit etwas Schmerzliches erlebt haben muss. Sexy, selbstbewusst und (meistens) sehr beherrscht – aber nur auf den ersten Blick ein typischer Draufgänger.

Jonas, Saras Mitbewohner und Sams bester Freund, ist zu Beginn sehr sympathisch und fürsorglich. Zwischen ihm und Sara haben sich allerhand süße Rituale eingespielt, so macht er ihr z.B. jeden Morgen ihr Lieblingsgetränk. Plötzlich aber wird er sehr vorhaltend und unberechenbar, was für Sara verständlicherweise belastend ist und aus dem Nichts kommt. Was steht da unausgesprochen zwischen ihnen? Was hat Sam damit zu tun?

„Jonas zwingt sich zu einem Lächeln und sieht mich skeptisch an, woran ich sofort erkenne, dass er mir das nicht so ganz abnimmt.“

Das, was diese Geschichte so ungemein lustig und fesselnd macht, sind die vielen kleinen (Wort)Gefechte und Foppereien, die sich Sam und Sara liefern. Daneben die Ungewissheit, ob wieder etwas von Sams weicher, zärtlicher Seite zum Vorschein kommt. Gefühlvoll wird beschrieben, wie sich die beiden langsam näher kommen, obwohl die körperliche Anziehungskraft von Anfang an sehr stark da war – aber darauf liegt nicht das Augenmerk. Natürlich gibt es die ein oder andere prickelnde Szene!, wobei es bei den Sexszenen immer geschmackvoll bleibt.

Man fliegt nur so über die Seiten. Für ein ebook die ideale Länge, ich mag es da ja lieber kurz und knackig und hier konnte ich den Reader wirklich nur äußerst ungern zur Seite legen (ein bisschen lernen musste ich nebenbei ja schon ;-)).

Sicher, manches ist gewollt klischeehaft und vorhersehbar- aber genau das wollen wir doch alle manchmal lesen! Ich musste nur ein einziges Mal schlucken, als Sam ziemlich gewalttätig wird. Dort hätte ich mir  etwas reflektierter aufgearbeitet gewünscht, weil dieser Ausraster schon erschreckend war, wenn auch verständlicher, wenn man die Geschichte zu Ende gelesen hat. Denn das ganze Geschehen hat seinen Anfang in der Vergangenheit und Jonas spielt dort eine ziemlich unrühmliche Rolle.

Der Schreibstil liest sich wirklich super: Flapsig und locker sieht man die Welt mit Saras Augen und erfährt zum ersten Mal, wie es ist, wenn einem von einem männlichen Wesen das Gehirn gegrillt wird. Ihr eigenes Erstaunen darüber war zu süß…

Ich wurde auf jeden Fall wunderbar unterhalten und bin nun richtig neugierig auf die weiteren Werke der Autorin. Sam und Sara habe ich mit Vergnügen begleitet! <3

 

Vielen Dank an Amy M. Soul für das Rezensionsexemplar!

Hier geht es zu ihrer Homepage – schaut dort mal vorbei: Bei ihr gibt es garantiert ein Happy End!

 

 

 

3 thoughts on “Rezension: Lovely Bad Boy

  1. Huhu Lina,
    ach herrje, was ist das denn für ein süßer Drache auf dem Bild? <3 <3
    Dein Buch hört sich genau nach der Art von Geschichte an, die ich gerne lese. Charaktere, die nicht auf den Mund gefallen sind? Klasse. Ich liebe knackige Dialoge :o)
    Sehr schöne Buchempfehlung.

    Ganz liebe Grüße Tanja :o)

    1. Das ist der Funko Pop von Mushu aus Mulan … ich muss dir unbedingt mal Tassilo zeigen, der ist mit Abstand der süßeste meiner Funkos.

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