Rezension: Melody of Eden – Blutgefährten

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Melody of Eden – Blutgefährten

Sabine Schulter

Dark Diamonds

erschienen 11/2016

ca. 358 Seiten

 

 

 

 

Die 23-jährige Melody weiß nicht so recht, ob sie den Gerüchten über die Existenz von Vampiren unter den Einwohnern ihrer Heimatstadt Glauben schenken soll. Als sie eines Abends in der Nähe der Kanalisation mit einer Freundin Nachforschungen anstellt, wird sie plötzlich von einer unheimlichen Kreatur angegriffen und in die unterirdischen Gänge gezogen. In letzter Sekunde rettet ihr ein geheimnisvoller Mann das Leben, ein Mitglied der  Nachtpolizei, der mit seinem zurückhaltenden Wesen und faszinierenden körperlichen Fähigkeiten eine unglaubliche Anziehungskraft auf Melody ausübt. Doch je mehr sie über Eden, ihren Retter, herauszufinden versucht, desto mehr gerät sie auch ins Visier der Wesen, die man besser nicht auf sich aufmerksam macht.

Schon seit vielen Monaten fiebere ich dem Erscheinen dieser Geschichte entgegen und nun kann ich es fast nicht glauben, dass sie bereits ausgelesen ist und ich weitere Monate mit der Warterei auf die Fortsetzung verbringen muss.

Die Welt, die Sabine Schulter hier erschafft, ist der unseren nicht unähnlich. In einer Großstadt sorgt eine Art geheime Einsatztruppe der Nachtpolizei für die bestmögliche Sicherheit der Menschen. Sie sind der effektivste Schutz vor den Ungeheuern der Nacht, die nach Beginn der Dämmerung unschuldige Opfer in die Tiefen des Untergrunds reißen wollen. Den normalen Menschen erscheinen Vampire wie ein Mythos, mit dessen Wahrheitsgehalt sie sich lieber nicht auseinander setzten.

Melody, im Laufe der Geschichte meist Mel abgekürzt, ist eine lebensbejahende, positiv eingestellte junge Frau, die ihr ganzes Leben noch vor sich hat. Sie ist aufgeschlossen und stellt sich den üblen Vorurteilen entgegen, mit denen Eden und seine Truppe selbst unter Arbeitskollegen zu kämpfen haben. Sie zeichnet eine große Ehrlichkeit und echte Freundlichkeit aus.

Eden ist Melodys geheimnisvoller Retter, ein eher schweigsamer und meist sehr überlegt handelnder Mann, dem man seine wahren Gefühle nur selten ansieht. Seine ruhige, aber freundliche Art und seine ehrliche Freude darüber, in Melody jemanden gefunden zu haben, der über Vorurteile hinweg sehen kann und sich lieber ein eigenes Urteil bildet, machen ihn auf Anhieb sympathisch.

Auch die Nebencharaktere haben wieder Hitpotential: Scott, der souveräne Anführer der Truppe, Rich, ein goldiger Sunnyboy, der Melody gerne auf die Schippe nimmt, Scarlett, die ihr Steine in den Weg legt und natürlich Ivy!! Wer kann sich Ivys Charme und Verletzlichkeit schon entziehen? Gleichzeitig machen sie ihre Fähigkeiten zur faszinierendsten Figur der gesamten Geschichte.

Der erste Teil der Geschichte ist aus Melodys Sicht geschrieben, im zweiten wechselt sie sich mit Eden ab. Dadurch wirken die Hauptfiguren unheimlich nah, ihre Gedanken und Gefühle werden eins mit denen  des Lesers  und man fiebert bei jeder brenzligen Situation umso mehr mit und leidet, wenn einem der beiden ein Unheil geschieht.  Der Schreibstil bleibt dabei immer flüssig und hält einen gefangen.

Mir hat besonders gute die düster-romantische Atmosphäre gefallen. Edens Selbstzweifel und -vorwürfe lassen die Geschichte oft ins melancholische abdriften, aber dann ist da Melody, die wie ein Sonnenstrahl seine düstersten Gedanken zu vertreiben vermag. Diese Kontraste, das gegenseitige Verständnis und auch die Einsicht, dass man die Hilfe eines Vertrauten annehmen darf,  verleihen eine große emotionale Tiefe.

Man fragt sich, wie diese Geschichte noch getoppt werden kann. Die lebendigen Figuren entführen einen in eine faszinierende und erschreckende  Welt. Persönliche Schicksale berühren mich als Leserin dabei genauso, wie mich die spannenden und beängstigenden Entwicklungen gegen Ende von „Blutgefährten“ in ihren Bann ziehen. Dieser gelungene Auftakt lässt noch viel von seiner Fortsetzung erwarten!

 

Ich danke Sabine Schulter und dem Carlsen Verlag/ Dark Diamonds für das Rezensionsexemplar!

 

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