Rezension: Milchmädchen

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Milchmädchen

G. R. Gemin

Königskinder Verlag

erschienen 03/2016

ca. 272 Seiten

Bildquelle&Klappentext: Amazon

 

 

 

 

 

Zwölf Kühe mitten in einem schäbigen walisischen Wohngebiet verstecken? Das bleibt doch niemals unbemerkt! Aber Gemmas Leben ist sowieso total durcheinander – ihr Vater ist im Knast, die Mutter abgekämpft und der kleine Bruder nervt einfach nur. Und wie sie sich mit der komischen, starken Außenseiterin Kate angefreundet hat, weiß sie eigentlich selbst nicht. Aber Kate braucht Gemmas Hilfe, damit ihre Kühe nicht verkauft werden müssen. Gemmas Nachbarn kümmern sich normalerweise nicht so um andere Leute – geschweige denn um Tiere. Doch nun stehen dicke, muhende, Gras fressende Kühe in ihren Gärten. Und setzen einiges in Bewegung!

 

Ein spritziges, freches Abenteuer wird uns in diesem Königskind präsentiert. Die ländliche Idylle kontrastriert die schlimmer werdenen Zustände in einer Sozialsiedlung und als den Kühen der Schlachter droht, retten die Stadtleute die Tiere und gewinnen so etwas, was ihr Leben bereichert, die Jungen und Alten beschäftigt und so schließlich sogar zu einem Rückgang der Verbrechensquote führt.

Eine zerrüttete Familie findet wieder zueinander, auch das gehört zu diesem süßen kleinen Märchen.

Die Sprache ist frisch und frech, sodass die Seiten nur so an einem vorbei fliegen. Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden an nur einem Vormittag verschlungen. Gemma entwickelt sich von einem gewöhlichen Mitläufer zu einer meinungsstarken, taffen Person, die für Fehler eintritt, für ihr Glück kämpft und zur rechten Zeit den Mund weit aufmacht. Besonders schön fand ich die Entwicklung, dass die beiden zerstrittenen Geschwister wieder zueinander finden. Jeder kann sein Schicksal selbst ein bisschen beinflussen und Kate und Gemma zeigen, wie das auch jungen Mädchen möglich ist.

Ein Mut machendes Buch – und eine kleine Aufforderung zu mehr Natur in unserem Leben.

 

 

One thought on “Rezension: Milchmädchen

  1. So sozialkritische Romane gefallen mir immer besonders gut. Aber machen oftmals auch Schwermut so ein bisschen! Weil die Realität ja leider sehr gut mit eingepackt wird. Sehr schöne Vorstellung vom Buch. lg Nadine von Nannis Welt

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