Rezension: Perfect Copy

 

 

Perfect Copy. Die zweite Schöpfung

Andreas Eschbach

Arena Verlag

erschienen 09/2012

ca. 247 Seiten

Bildquelle: Amazon

 

 

Nur noch ein Thema beherrscht die Medien: Gibt es wirklich einen menschlichen Klon? Als Wolfgangs Vater mit einem kubanischen Wissenschaftler in Verbindung gebracht wird, der den ersten Menschen geklont haben soll, bricht die Hölle los. Die Presse belagerter die Familie, Wolfgang kann nicht mehr zur Schule und versucht auf eigene Faust zu ermitteln, ob es sein kann, dass er nur eine genetische Kopie ist, geschaffen im Reagenzglas. Und was er dabei aufdeckt, ist unbegreiflich…

Andreas Eschbach schreibt gewohnt spannend, naturwissenschaftlich interessant und auch für den Laien verständlich. Dass es sich hierbei um eine Geschichte für Kinder/Jugendliche handelt, wird ebenfalls deutlich. Die Charaktere sind gelungen, aber man bleibt als Leser auf Distanz zu ihnen.  Ich könnte mir vorstellen, dass Ähnliches sich wirklich genauso zutragen könnte, wenn es einen geklonten Menschen gäbe. Die lächerlichen Ängste der Mitbürger, die in Wolfgang ein Monster sehen wollen, die rücksichtslose Presse und skrupellose Wissenschaftler. Am liebsten mochte ich den Journalisten, der die ganze Geschichte erst ins Rollen bringt (und sein Geheimnis).

Was mich wirklich überzeugen konnte ist die verständliche Darstellung der Schwierigkeiten des Klonens und der Grenzen des bisher Möglichen, wenn es zum Beispiel um die Telomerenlänge geht oder die Ungewissheit, was als Spätfolge noch auftreten kann. Die Geschichte vermittelt auf eindrückliche Weise, dass das Individuum nicht durch seine Gene definiert wird und was wahres Talent ausmacht. Ein gutes Buch für jüngere Leser, die eine spannende und wissenschaftlich interessante Geschichte suchen.

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