Rezension: Secret Fire – Die Entflammten

 

Lang erwartet: Endlich ist der erste Band des neuen Zweiteilers von C. J. Daugherty erschienen! Ihre Night School- Reihe war eines der Jugendbuch-Highlights der letzten Jahre für mich und so war ich auf diese Zusammenarbeit mit der französischen Autorin Carina Rozenfeld besonders gespannt.

 

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Secret Fire – Die Entflammten

C.J. Daugherty & Carina Rozenfeld

Oetinger

erschienen 08/2016

448 Seiten

 

 

 

 

Erst einmal was zum Inhalt:

Die 17-jährige Taylor tut alles, damit sich ihr Traum vom Studium in Oxford bei ihrem Großvater, einem berühmten Geschichtsprofessor, erfüllt. Der 17-jährige Sacha dagegen sieht keiner langen Zukunft mehr entgegen, ist es doch sein Schicksal, an seinem 18. Geburtstag zu sterben. So gegensätzlich die beiden auch sind, so nahe werden sie sich bald kommen, denn es ist ihr gemeinsames Schicksal, sich gegen den Fluch aufzulehnen, den Taylors Urahnin einst über Sachas Familie verhängte. Und die Zeit drängt, nur noch wenige Wochen trennen Sacha von dem prophezeiten Tod- und ein gefährlicher Gegner lässt nichts unversucht, um Chaos und Zerstörung in ihre Leben zu treiben.

 
Eine neue, spannende Jugendbuch-Reihe von C.j. Daugherty, der Autorin von Night School? Da musste ich einfach zugreifen. Und die Zusammenarbeit mit einer französischen Kollegin fand ich ebenfalls sehr reizvoll. Dieser Mix passt und so treffen in dieser Geschichte eine kleine, englische Streberin mit ungeahnten Kräften und ein charmanter, totgeweihter Franzose aufeinander. Die Figuren sind sympathisch gezeichnet, vor allem Taylors anormaler Lerneifer wird gekonnt auf die Spitze getrieben. Die Dialoge sind spitzzüngig und unterhaltsam, gerade zu Beginn fliegen zwischen den beiden auch schon mal die (verbalen) Fetzen. Realistisch wird dargestellt, dass es ihnen so viel leichter fällt, sich mit jemandem über das Internet über ihre Probleme auszutauschen, als ihnen ihr Leben über den Kopf wächst. Beim ersten Treffen sind sie dann auch zuerst ein wenig schüchtern und unbeholfen, was sich aber schnell legt und aus den beiden ein unschlagbares Team werden lässt.

 
Auch Blut fließt wieder reichlich. Den Fantasyaspekt fand ich sehr fesselnd. Hexen, Alchemisten, Dämonen – auch wenn man in diesem Band noch keinen allzu großen Einblick in diese Dinge bekommt, bieten sie doch ein gewaltiges Potential, was es beim nächsten Teil auszuschöpfen gilt.

 
Unterhaltsam, kurzweilig, gekonnt geschrieben – ich habe wenig auszusetzen an diesem rasanten Auftakt. Die Charaktere entwickeln sich schnell, so muss z.B. Taylor ihren etwas lächerlichen Gehorsam ihrer Mutter gegenüber überwinden, ebenso ihren extremen Lerneifer,  der oft als Druckmittel ihrer Umgebung gegen sie eingesetzt wird. Doch darüber wächst sie (zum Glück) hinaus. Mir ist ein wenig störend aufgefallen, dass sie sich bei all den riskanten und knappen Situationen doch verhältnismäßig wenig tut. Und natürlich ist unsere weibliche Protagonistin mal wieder mit besonders starken Kräften gesegnet… inzwischen gefallen mir da die „Normalsterblichen“ (auch unter den Paranormalen^^) besser.

 

Sasha ist aber ein unangreifbarer Sympathieträger. Er ist ziemlich wunderbar 😉 und ich fand es sehr realistisch dargestellt, wie er  zu Beginn der Geschichte mit seiner Situation umgeht. Denn was würde man selbst mit seinem Leben anstellen, wenn man weiß, dass man unausweichlich fremdbestimmt sterben wird. Eine schreckliche Vorstellung.

 

Für mich waren Die Entflammten ein solider, spannender Auftakt, der (wiederum  nur für mich) zwar nicht an Night School herankommt, aber trotzdem viel Lust auf den weiteren Fortgang der Geschichte macht.

 

 

Mein Dank gilt dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

 

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