Rezension: Verborgen zwischen Schatten und Licht

 

 

 

Verborgen zwischen Schatten und Licht

Kira Gembri

sp

erschienen 01/2016

322 Seiten

 

 

Als Schülerin der exklusiven Galilei Highschool hat Dora alle Hände voll zu tun. Nicht nur ihre Legasthenie raubt ihr den letzten Nerv, auch die Pflegemutter macht Stress, wo sie nur kann. Und dann kreuzen plötzlich außerdem noch allerhand seltsame Leute in ihrem Leben auf. Einer davon ist der attraktive und unnahbare Azrael, der nicht nur sein Riesenego pflegt, wo er kann, sondern auch einfach mal so Doras persönlicher Schutzengel wird. Denn dämonische Kräfte haben es auf sie abgesehen und schnell gerät ihr Leben vollends aus den Fugen.

Ich habe die Vorgänger-Dilogie „zwischen Schatten und Licht“ geliebt und bin mit entsprechend hohen Erwartungen auch an dieses neue Werk von Kira Gembri herangegangen. Und ich wurde nicht enttäuscht! Die Autorin schafft es immer wieder, dass sie mich genau in dem Moment, in dem ich denke, dass ich weiß, wie die Geschichte nach Schema laufen wird, völlig überrascht und alle meine Erwartungen über den Haufen wirft. So auch wieder hier: Dora ist die typische, alles andere als perfekte und leicht trottelige Protagonistin. Aber schon allein die Tatsache, dass der erste attraktive gefallene Engel, dem sie begegnet, gar nicht die männliche Hauptperson ist, sondern der ebenso trottelige Pannen-Engel Micah, ist ungewöhnlich. Azrael tritt erst etwas später auf den Plan und ist ein Paradebeispiel für ein arrogantes Arschloch. Obwohl man ahnt, dass hinter seiner abweisenden und kühlen Fassade allerhand brodelt, dauert es lange, bis seine nette Art zutage tritt. Dann aber wird er ein echter Traumtyp.

Die Geschichte bleibt immer spannend und ist in einem Rutsch zu lesen. Die Protagonisten aus der Vorgänger-Dilogie kommen auch mal zu Wort. Dieses Mal erfahren wir noch mehr über die Welt, von der Raziel und Samael freiwillig Abstand nehmen. Was mir auch außerordentlich gut gefallen hat ist, dass die Engel genau so viele Charakterschwächen aufweisen wie die Irdischen. Es ist wohl klar, dass es zwischen Schatten und Licht eben nicht alles nur schwarz-weiß sein kann. Und die Wendung am Ende hat noch einmal richtig was rausgehauen! Damit habe ich wirklich nicht gerechnet und es lässt mich voller Erwartung zurück! Ein richtig genialer Plottwist.

Dora und Az haben mir supergut gefallen und ich freue mich schon auf ihre weitere Geschichte. Kira Gembri hat es wieder geschafft, mich zu überrumpeln und verliebt in ihre Geschichte zurückzulassen. Und seinen wir mal ehrlich: Am meisten wünsche ich mir, dass Micah auch sein Gegenstück findet ;-).

Dicke Leseempfehlung von mir, auch wenn ich euch nur raten kann, zuerst die anderen beiden Teile zu lesen – sonst verpasst ihr so viel ;-).

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