Rezension: Wer Furcht sät

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Wer Furcht sät (Max Wolfes dritter Fall)

Tony Parsons

Lübbe

erschienen 11/2016

ca. 320 Seiten

 

 

 

In „Wer Furcht sät“ lässt Tony Parsons seinen Detectiv Max Wolfe in einem besonders brisanten Fall von Lynchjustiz ermitteln. In London macht „Der Club der Henker“ Jagd auf Menschen, die seiner Ansicht nach vom Gesetz zu lasch bestraft wurden. Mörder, Pädophile, Hassprediger – niemand ist mehr sicher und die Medien feiern die maskierten Henker bald schon als Helden. Umso schwieriger gestalten sich die Ermittlungen und bald muss auch Max Wolfe am eigenen leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Schuld und Unschuld, dem Richtigen und dem Falschen sein kann …

Dies ist mein erster Krimi von Tony Parsons – und er hat mich fessel und begeistern können. Max Wolfe ist als alleinerziehender Vater und Polizist aus Überzeugung eine interessante Persönlichkeit mit Ecken und Kanten. Der Fall ist aktuell und brisant. Besonders gut dargestellt fand ich die öffentliche Meinung, die die Mörder bald als Helden feiert und die Ermittlungen so massiv behindert. Auch wurde sehr gut herausgestellt, dass die Henker, so edel ihre Motive in ihren Augen am Anfang auch gewesen sein mögen, bald von einer Lust am Morden gepackt werden. Die Gratwandrung, die Max Wolfe in einer Nebenhandlung betribt, fand ich aber unnötig und unrealistisch (und ebenso falsch).
Der Spannungsbogen wird konstant hoch gehalten. Mich hat die Geschichte zu jedem Zeitpunkt fesseln und begeistern können. Die Nebenfiguren waren liebenswürdig und realistisch dargestellt. Dieses ganze Ensemble hat mir so gut gefallen, dass ich mich schon darauf freue, auch die beiden Vorgänger kennen zu lernen.
Ein toller Krimi, der nicht auf den Ekelfaktor setzt, sondern mit einer überzeugenden und intelligenten Handlung aufwarten kann.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar!

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