Rezension: Wir zwei in fremden Galaxien

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Wir zwei in fremden Welten

Kate Ling

336 Seiten

One Verlag

erschienen 02/2017

Bildquelle: Amazon

 

 

„Wir sind eine der interstellaren Generationen. Wir haben die Erde nie gesehen; wir werden unser Ziel nie zu sehen bekommen. Dieses Raumschiff, auf seiner siebenhundertjährigen Reise, ist das Einzige, was wir jemals sehen werden. Was unsere Kinder je sehen werden. Was unsere Eltern je gesehen haben.“

Die 17 jährige Seren lebt auf der Ventura, einem generationenübergreifendem Forschungsschiff. Alles ist vorgeplant: Wie sie lebt, wen sie lieben soll, wessen Kinder sie bekommt… Von der Sinnlosigkeit dieses Lebens überzeugt begehrt Seren auf – und wird für geisteskrank erklärt. Ihr Leben bekommt erst wieder eine Richtung, als ihr, kurz nachdem sie ihren Lebenspartner zugeteilt bekomme, Dom begegnet. Er ist so anders als die Männer, die sie kennt und gibt ihr etwas, wofür es sich zu leben und kämpfen lohnt. Aber alle anderen sind gegen sie und durch ihre verbotene Beziehung bringen sie sich in große Gefahr.

Die Grundprämisse der Geschichte konnte mich fesseln: Generationen von Menschen auf einem Schiff zusammengepfercht auf einer unheimlichen Mission im weiten All. Viele Menschenleben, die gelebt werden, ohne die Erde noch zu kennen, ohne das Ziel der Reise erleben zu dürfen. Zu Beginn war mir Seren auch sympathisch. Sie ist unangepasst und mutig. Gegen Ende kippt ihre Erscheinung aber gewaltig und lässt sie unüberlegt und egoistisch handeln. Es ist fast unverzeihlich, wie sie Doms Leben riskiert.

Auch hat mich die Darstellung des „Zuchtprogramms“ eher genervt. Zu viele Denkfehler… wie leicht hätte man die Konflikte ausräumen können.

Domingo als männlicher Prota war nett, aber oft farblos – da fand ich Ezra spannender. Das Ende ist ziemlich vorhersehbar und erst danach schließt sich eine für mich interessante Geschichte an.

Insgesamt war diese Geschichte für mich eher eine kleine Enttäuschung, eben 08/15-mäßig. Das Cover ist zwar traumhaft schön, aber der Rest war eher was für jüngere Leser.

„Godspeed“ kann ich eher empfehlen, wenn man was Richtung gefühlvolle Weltraumabenteuer sucht.

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